02.02.18: Juhu! Ihr werdet es nicht glauben: Unser Harry ist am Freitag in seine neue Familie umgezogen!!! Seine neuen Besitzer haben nicht nur unseren Spendenaufruf mit großer Anteilnahme gelesen (und auch gespendet!), sondern sich auch gleich noch in unseren süßen Harry verliebt!

Als es ihm nach seiner Operation wieder besser ging, durften sie ihn im Tierheim kennenlernen und kamen mehrmals, um ihn zu einem kurzen Spaziergang abzuholen. Mit seiner charmanten Art hat es Harry natürlich spielend geschafft, sie um die Pfote zu wickeln. 🙂

Am Freitag, den 02.02., war es dann soweit: Harry durfte umziehen! Alles war bereit: ein neues Mäntelchen, neues Geschirr, Körbchen, Decken und und und… Harry hat nun das große Los gezogen und wird in seiner neuen Familie verwöhnt wie ein kleiner Prinz.

Auch wenn er uns inzwischen so stark ans Herz gewachsen war und wir uns nach allem, was wir gemeinsam durchgemacht haben, kaum von ihm trennen konnten, freuen wir uns doch riesig für ihn. Der kleine Kerl hat nach allem Leiden, das nun gottseidank hinter ihm liegt, wirklich das ganz große Glück verdient!

Gesundheitlich geht es ihm übrigens bestens und er lebt von Tag zu Tag mehr auf. Wenn man ihn täglich beobachtet, wird klar, dass die Operation unbedingt nötig war und ihm das Leben gerettet hat. Wir sind so dankbar, dass wir einen früheren Termin in der Uni-Klinik in Leipzig bekommen haben, denn bis Mai (der ursprüngliche Termin) hätte Harry vermutlich nicht mehr ausgehalten.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt nach wie vor die Nachuntersuchung, die nach 4-6 Monaten stattfinden soll. Hierbei wird unter Narkose eine Endoskopie gemacht, um eventuelle Narben oder anderes, noch störendes Gewebe wegzulasern. Auch die eventuelle Entfernung des immer noch vorhandenen Granuloms am Kehlkopf muss genau bedacht werden. Aber wir sind guter Dinge, dass Harry auch dies noch schaffen wird.

Dass er nun ein normales und glückliches Leben führen darf, hat er nur Ihnen zu verdanken, liebe Tierfreunde! Sie haben so fleißig gespendet, dass wir Harry diese lebensrettende Operation ermöglichen konnten. Wir können unsere Dankbarkeit kaum in Worte fassen! Vergelt´s Gott!!!!!!

Als nächsten unserer Sorgenkinder werden wir nun unsere kleine Bulldogge Vagabund „in Angriff nehmen“. Er ist, nachdem er am 28.12.17 vor dem McDonalds in Marktrodach gefunden wurde, inzwischen wieder soweit aufgepäppelt, dass man an eine OP denken kann. Bei ihm soll die Kniescheibe gerichtet werden. Bitte bleiben Sie uns mit Ihrer Anteilnahme und Ihrer Großzügigkeit weiter gewogen, denn wir brauchen Sie! Wir halten Sie auf dem Laufenden!

 

27.01.18: Heute morgen hat uns Harry einen Riesen-Schreck eingejagt. Als wir ins Tierheim kamen, blutete er aus der Nase und der ganze Zwinger war voller Blutstropfen! Er zitterte und schaute so armselig, man konnte deutlich sehen, dass es ihm nicht gut ging! Gestern abend um 21 Uhr hatten wir das letzte Mal nach ihm gesehen, da war noch alles in bester Ordnung gewesen!

Natürlich haben wir gleich in der Tierklinik in Leipzig angerufen und man riet uns, vorbeizukommen. Also machten wir uns wieder auf den Weg…

Dort angekommen ging es Harry allerdings schon viel besser. Das Bluten hatte aufgehört und er stiefelte munter durch das Wartezimmer.

Alle Untersuchungen (Herz, Lunge, Puls, Temperatur) brachten ein zufriedenstellendes Ergebnis und da auch die Schleimhäute rosa waren, stand fest, dass er nicht zuviel Blut verloren hatte.

Die Tierärztin erklärte uns, dass durch Aufregung oder vielleicht auch Niesen eine Naht leicht aufgegangen sein und die Blutung verursacht haben könnte. Niesen halten wir für wahrscheinlicher, denn Harry ist schon von sich aus sehr ruhig und cool und wir können uns nicht vorstellen, dass er sich nachts groß aufgeregt haben könnte.

Sollte Harry noch einmal bluten, sollen wir die Schleimhäute kontrollieren und für absolute Ruhe sorgen. Im schlimmsten Fall müssten wir ihn noch einmal nach Leipzig bringen, wo er sediert und mit einer Videosonde untersucht werden könnte.

Wir hoffen natürlich, dass das nicht nötig sein wird und die Heilung nun schnell voranschreitet. Auf so einen Schreck wie heute morgen können wir gut verzichten….!

Danke für all Eure guten Wünsche und Spenden! Wir freuen uns so sehr, dass wir nicht allein gelassen werden und so viele Tierfreunde Anteil an Harrys Schicksal nehmen!!!

25.01.18 Harry ist wieder zuhause!!! Wir konnten ihn heute Nachmittag in der Tierklinik in Leipzig abholen! Wir sind absolut positiv überrascht, denn er wirkt sehr fit! Unglaublich nach so einer komplizierten Operation!

Von außen fällt übrigens nur auf, dass die Nasenlöcher nun größer sind, da diese operativ erweitert wurden. Ansonsten wurden die Mandeln entnommen, das Gaumensegel verkürzt und verjüngt, die Nasenmuscheln in beiden Nasenhöhlen laserchirurgisch entfernt und die Kehlkopftaschen wegoperiert. Das hört sich alles wirklich gruselig an… Aber für Harry war dies eine lebensrettende Maßnahme!

Der einzige Wermutstropfen ist das Granulom, das immer noch im Kehlkopf sitzt. Das auch noch zu entfernen, wäre lebensgefährlich gewesen, da der Kehlkopf sehr empfindlich und durch die übrige OP schon genug betroffen war. Dies wird nun in 4-6 Monaten bei der nächsten Kontrolluntersuchung begutachtet und eventuell dann wegoperiert werden.

Harry macht heute einen sehr fitten Eindruck. Seine kleinen Gassirunden (er darf im Moment nur etwa 15 Minuten am Stück laufen und sich nicht zu sehr aufregen oder anstrengen) hat er mit Bravour gemeistert und ist sogar meist getrabt – ein Anblick, den wir von ihm vorher gar nicht gekannt haben! Auf dem Gelände der Klinik hat er überall munter herumgeschnüffelt und interessiert alles begutachtet.

Man hört immer noch ein schnarchendes Atemgeräusch, aber es ist wesentlich leiser und schwächer als vorher. Laut Tierarzt ist es möglich, dass es noch besser wird (da im Moment innerlich natürlich noch alles geschwollen ist), aber es könnte auch sein, dass ein leises Geräusch bleibt. Dies beeinträchtigt die Atmung jedoch nicht.

Leider wurde auch festgestellt, dass Harry allergisch ist – auch ein typisches Bulldoggen-Problem. Im Moment bekommt er daher Hypoallergenic-Futter, um herauszufinden, ob er auf Futter oder auf andere Auslöser wie zum Beispiel Hausstaubmilben allergisch reagiert.

Außerdem haben wir sieben verschiedene Medikamente mitbekommen, die der kleine Mann nun ein-, zwei- oder sogar dreimal täglich einnehmen muss, bis er wieder ganz genesen ist (also nicht lebenslang).

Im Wartezimmer der Klinik und im Behandlungsraum war Harry übrigens superbrav. Man kann wirklich nur das Allerbeste über ihn sagen! Er hat sich brav neben uns gelegt, hat sich genüsslich streicheln lassen und alles beobachtet. Er hat weder gejammert oder einen anderen Hund angemacht. Auch während der Autofahrt hat er sich vorbildlich benommen, war sehr ruhig und brav und hat kein einziges Mal gebellt. Ein ausgesprochen angenehmer und braver Hund – das muss man wirklich sagen!

Ins Tierheim ist Harry ganz fröhlich hineinmarschiert. Nun sitzt er in seinem weich gepolsterten Körbchen und hat gerade seine Abendmahlzeit und die Abendtabletten vertilgt.

Wir drücken die Daumen, dass er sich schnell erholt und dann ein ganz normales und glückliches Leben führen kann wie jeder andere Hund auch. Im Moment sieht alles bestens aus.

Dies hat der kleine Kerl nur Ihnen zu verdanken, liebe Tierfreunde und Spender! Ohne Ihre Hilfe hätten wir uns diese Mammut-Kosten nicht leisten können. Ohne Ihre Hilfe wäre Harry entweder irgendwann erstickt oder wir hätten ihn einschläfern müssen! Deswegen möchten wir uns in seinem Namen noch einmal ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken!

Bitte unterstützen Sie uns weiterhin, denn noch ist die Behandlung nicht abgeschlossen. Außerdem stehen ja auch noch Harrys Bulldoggen-Kumpel Vagabund und die kleine Leila auf unserer tierärztlichen To-do-Liste… Wir zählen auf Sie und werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten! Vielen lieben Dank für alles!!!

 

23.01.18: Wir können es kaum glauben, dass es auf einmal so schnell ging, aber Harry ist bereits gestern in der Uni-Klinik in Leipzig operiert worden! Eigentlich hieß es, dass die Warteliste so lang sei, dass Harry eventuell erst im Mai operiert werden könne. Doch nachdem wir geschildert hatten, wie schlecht es Harry geht und die Dringlichkeit betont hatten, erhielten wir gestern einen Anruf aus der Klinik, dass ein Patient abgesagt habe und sie Harry vorziehen könnten. Wir sollten sofort kommen!!!

Nach einer ersten Schocksekunde waren wir aber dann doch sehr dankbar, denn Harrys Qual täglich mit ansehen zu müssen, hat uns schier das Herz gebrochen.

Nun wurde Harry gestern operiert und ist auf dem Weg der Besserung. Er befindet sich natürlich immer noch auf der Intensivstation der Uni-Klinik in Leipzig und wird auch noch einige Tage dort bleiben müssen. Er hat aber heute schon ein bisschen gefressen und leckt den Tierarzthelferinnen und Tierärzten die Hände ab, wie uns berichtet wurde. 🙂

Leider wurde während der OP ein Granulom (gutartige Wucherung) an Harrys Kehlkopf festgestellt. Dies ist – wie uns gesagt wurde – bei Bulldoggen aufgrund der deformierten Kehlköpfe recht häufig. Durch das ständige Erbrechen und die Reizung des Gewebes mit Magensäure wurde das Wachstum dann auch noch begünstigt.

Leider konnte das Granulom nicht während der OP entfernt werden, denn da ohnehin schon am Kehlkopf operiert wurde (unter anderem), wäre das zu viel auf einmal und sogar lebensgefährlich gewesen. Es wird wahrscheinlich in einem halben Jahr bei der dann ohnehin anstehenden Nachkontrolle entfernt werden. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass es dann nicht wieder nachwachsen wird.

Doch darüber lässt sich zum heutigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Nun müssen wir erst einmal Harrys Genesung abwarten. Wir haben den Eindruck, dass er in der Tierklinik in Leipzig in besten Händen ist und werden Euch weiter auf dem Laufenden halten!