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Endlich war es wieder einmal soweit: Der inzwischen schon zu einer festen Institution gewordene halbjährliche Besuch in unseren drei spanischen Partner-Tierheimen stand an.
Um böse Zungen gleich von vornherein verstummen zu lassen, sei hier wie schon so oft angemerkt, dass wir diese Reisen völlig ehrenamtlich in unserer Freizeit unternehmen und deren Kosten auch vollständig privat tragen. Die mittlerweile sehr innige Freundschaft zu unseren dortigen Tierschutzkollegen, die vielen beeindruckenden Erlebnisse sowohl trauriger als auch glücklicher Art und das Gefühl, willkommen zu sein und wirklich helfen zu können, entschädigen uns immer wieder mehr als genug für den Aufwand. Auch diesmal war unser Aufenthalt wieder reich gespickt mit Eindrücken aller Art.

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Im Tierheim Roquetas, dem größten unserer drei Partner-Tierheime, wurden wir mit großem Hallo begrüßt. Gut 300 Hunde warteten dort darauf, von uns fotografiert zu werden – natürlich nur nach einer ausgiebigen Begrüßung und tüchtigem Streicheln!!! -, um dann nach und nach im Internet vorgestellt werden zu können. Zwischen 300 und 400 Hunde haben ständig Zuflucht im Tierheim Roquetas, pro Monat kommen im Durchschnitt 100 neue dazu! Ohne zügige Vermittlungen nach Deutschland, manchmal auch in andere Länder oder innerhalb Spaniens, ist das Wohl der einzelnen Tiere nicht zu garantieren und das Tierheim würde in kürzester Zeit zu einem riesigen Chaos ausarten.

 

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Obwohl sich die Einstellung der Spanier ihren Tieren gegenüber dank großflächiger Aufklärung nach unserer Einschätzung ganz ganz langsam etwas zu verbessern scheint (es arbeiten zum Beispiel auch immer mehr Spanier voll engagiert in den Tierschutzvereinen mit), so lässt die Behandlung der ihnen anvertrauten Tiere aber natürlich größtenteils immer noch sehr zu wünschen übrig. Aber ein Anfang ist gemacht und so versuchen wir Tierschützer, durch konsequentes Vorleben, Aufzeigen und Aufklären immer wieder zum Umdenken anzuregen. Da so ein Prozess aber natürlich nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte braucht, sind richtige Tierheime und gute Hundevermittlungen lebensrettend. Außerhalb der wenigen Tierschutzvereine gibt es in Spanien nämlich nur die städtischen Tötungsanstalten (Perreras), in denen unliebsam gewordene Haustiere nach ca. zwei Wochen umgebracht werden.

 

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Den Kommentar „Was kümmern Euch die Hunde in Spanien; haben wir im eigenen Land nicht auch genug Leid?“ kennen wir natürlich zur Genüge und wir versichern Ihnen daher, dass wir unsere Pflichten in Deutschland keine Sekunde vernachlässigen werden. Doch wer einmal in Spanien war und das unermessliche Leid, aber auch die unendliche Dankbarkeit der dortigen Tiere gespürt hat, müsste ein Herz aus Stein haben, um seine Hilfe zu verwehren.

 

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Nach dem Tierheim Roquetas, diesem Tierheim-Giganten mit seinen unermüdlichen und engagierten Helfern, ist das Tierheim Granada das zweitgrößte unserer spanischen Partner-Tierheime, mit seinen rund 150 Hunden und 50 Katzen auch nicht gerade klein zu nennen. Klein und eng jedoch ist der Platz auf dem alten Tierheim-Gelände, daher ist der Verein schon seit Jahren damit beschäftigt, ein neues, größeres und zweckmäßigeres Tierheim zu bauen. Chronischer Geldmangel hat die Bauarbeiten immer wieder gedrosselt, doch nun stehen die Hunde und Katzen kurz vor dem Umzug. Das neue Gelände durften wir bereits besichtigen.

 

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Dennoch werden auch weiterhin kräftig Spenden benötigt, denn das Tierheim Granada bräuchte – wie es in Roquetas schon seit Jahren gang und gäbe ist – einen eigenen Tierarzt, der zumindest auf Teilzeit-Basis die Hunde und Katzen direkt im Tierheim behandeln kann. Ein Operationsraum und ein Behandlungszimmer sind im neuen „Refugio“, wie das Tierheim auf spanisch heißt, bereits vorgesehen. Allein, es fehlt noch am nötigen Kleingeld, um einen Tierarzt anzustellen. Bisher müssen alle Hunde und Katzen wegen jeder Kleinigkeit durch die verstopften Straßen Granadas kutschiert werden, was für die wenigen Mitarbeiter, die sich alle ehrenamtlich und ohne jegliche Bezahlung aufopfern, ungeheuer viel Zeit und für die Tiere viel Stress bedeutet. So ist jeder Cent nach wie vor dringend willkommen.

 

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Ganz in der Nähe vom Tierheim Granada liegt unser drittes Partner-Tierheim, das kleine „Refugio“ in den Bergen der Sierra Nevada. Ursprünglich von einem Spanier ins Leben gerufen, der sich dem zahllosen Tierleid entgegenstellen wollte, letztendlich dann aber mit seiner großen Aufgabe völlig überfordert war, hat sich das anfangs völlig verwahrloste Anwesen und die teilweise katastrophale Hundehaltung während der letzten Jahre zu einem ansehnlichen und – zumindest bei Sonnenschein – fast schon idyllisch zu nennenden Tierheim gemausert.

 

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Hauptsächlich ist dies der guten Seele Anita zu verdanken, die zusammen mit ihren Helfern unermüdlich und Tag für Tag ohne Bezahlung im Einsatz für die Tiere ist.

 

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Bei jedem unserer Besuche konnten wir neue Verbesserungen begrüßen: Müll und damit mannigfaltige Verletzungsmöglichkeiten für die Hunde wurden entfernt, die Zwinger und Zäune ausgebessert, neue Hütten und zwei richtige kleine Zimmer für die kleinen Hunde wurden gebaut. Diesmal überraschte uns Anita mit einem neu und vorbildlich hergerichteten Katzenhaus.

 

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Vielleicht können Sie sich auch noch an unseren Hilferuf vor einigen Wochen erinnern, in dem wir um Spenden für etliche dringend benötigte Operationen für einige Hunde aus der Sierra Nevada baten. Sie werden sich sicher freuen, denn wir können Ihnen berichten, dass alle nötigen Operationen inzwischen aufgrund Ihrer Spenden durchgeführt und bezahlt werden konnten. Einige der betroffenen Hunde dürfen sogar bereits in neuen Familien in Deutschland leben. Noch einmal soll ich Ihnen allen von Anita ein ganz besonders herzliches Dankeschön ausrichten. Sie ist unglaublich gerührt über die Hilfe, die ihr aus dem fernen Deutschland zuteil wurde.

 

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Auch den Tierheimen in Granada und Roquetas haben wir dank Ihrer Hilfe einige Spenden mitbringen können – wohlgemerkt jedoch alles Geld, das uns ausdrücklich für Spanien bzw. extra für die einzelnen Tierheime übergeben worden war. Auch im Namen von Jos Govaers und Helga Gießler, den beiden Vorsitzenden der Tierschutzvereine Roquetas und Granada, sollen wir Ihnen allen, liebe Tierfreunde, mit einem von Herzen kommenden Vergelt´s Gott danken. Sie sind über alle Maßen gerührt, dass sie nicht vergessen sind, sondern so viele Menschen hinter ihrer Arbeit und ihrem Einsatz zum Wohl der Tiere stehen.

 

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In Ihren und unseren Herzen ist für alle genug Platz: deutsche wie auch spanische Hunde, denn Tierschutz ist grenzenlos!

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