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Tina Backert und Martin Renz beim Ausladen drei ihrer Schützlinge

Dass man heutzutage ohne fahrbaren Untersatz hoffnungslos aufgeschmissen ist, dürfte jedem Autobesitzer hinlänglich bekannt sein. Nun mussten auch wir im Tierheim Kronach diese schmerzliche Erfahrung am eigenen Leibe machen. Vor kurzem hat unser treuer und braver Tierheim-Bus endgültig seinen letzten Schnaufer getan. Die Diagnose lautete „Motorschaden“ – Reparatur aussichtslos, da völlig unrentabel und teurer als ein „neues“ gebrauchtes Fahrzeug. Wir haben das traurige Ende unseres Tierheim-Autos schon lange kommen sehen, hatte es doch in letzter Zeit ein „Wehwehchen“ nach dem anderen.

Leider hatte unser Bus den Zeitpunkt seines Dahinscheidens äußerst ungünstig gewählt, da wir am letzten Sonntag zwölf Hunde aus unserem spanischen Partner-Tierheim Roquetas erwarteten, welche uns bis Darmstadt entgegengebracht werden sollten.

Viele Tierfreunde wissen bereits, dass wir drei spanische Partner-Tierheime haben und immer dann, wenn etwas Platz bei uns im Tierheim Kronach übrig ist, ein paar dieser armen Seelen übernehmen. In Spanien selbst haben die Hunde trotz ihres guten Charakters kaum eine Vermittlungschance, weshalb die dortigen Tierheime dringend auf die Mithilfe deutscher Partner-Vereine angewiesen sind. Auch diesmal war das Tierheim Roquetas mit einer Belegung von ca. 350 Hunden (!!!) hoffnungslos überfüllt und hoffte verzweifelt auf unsere Unterstützung. Wir wollten und konnten sie nicht enttäuschen!

Da war guter Rat teuer! Zwar lässt sich eine Fahrt zum Tierarzt mit einer Katzentransportbox oder einem einzelnen Hund noch mit dem Privatauto bewerkstelligen, doch für so eine Aktion kam nur ein Kleinbus in Frage. Was also tun?

Gerade als wir am wenigsten damit rechneten, bot sich völlig unerwartet die Lösung für unser Problem. Die Hilfe kam in Form des Tierfreunds Martin Renz, Inhaber des Geschäfts „Radsport Dressel“ in der Schwedenstraße in Kronach, der uns großzügigerweise anbot, seinen Geschäftsbus für unseren Hundetransport zu nutzen. Und nicht nur das! Er stellte uns nicht nur sein Fahrzeug zur Verfügung, sondern ließ es sich nicht nehmen, uns zusammen mit seiner Lebensgefährtin Tina Backert nach Darmstadt zu begleiten und somit einen ganzen Tag für den Tierschutz zu opfern.

Die zwölf Hunde konnten somit wohl behalten abgeholt werden. Sie befinden sich nun im Tierheim Kronach, wo sie nun endlich die Chance haben, einer besseren Zukunft entgegenzusehen.

Wir möchten uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bei Martin Renz vom Radsport Dressel bedanken. Er hat uns schnell und unbürokratisch geholfen, als Not am Mann war, wofür wir ihm im Namen der geretteten Hunde ein ganz herzliches Vergelt´s Gott aussprechen möchten!!!

Trotzdem brauchen wir natürlich auf lange Sicht hin unbedingt wieder einen eigenen Tierheim-Bus, um effektiv Tierschutz betreiben zu können. Mehrmals wöchentliche Tierarztfahrten, das Abholen von Hunden, Katzen oder auch Spenden, die Nachkontrollen von vermittelten Tieren, das Leeren der Futterspenden-Tonnen in den Supermärkten, die Fahrten zu diversen Flohmärkten, an denen wir zugunsten des Tierheims teilnehmen, und vieles mehr, lassen sich einfach nicht ausschließlich mit Privatautos erledigen, wie wir das nun übergangsweise zu tun gezwungen sind. Da wir uns im Moment noch keinen „neuen“ gebrauchten fahrbaren Untersatz leisten können, bitten wir an dieser Stelle auch gleichzeitig um Spenden für ein neues Tierheim-Auto. Schon jetzt ein recht herzliches Dankeschön allen netten Menschen, die uns in unserer Notlage beistehen möchten.

Doch nun zurück zu unseren spanischen Neuankömmlingen. Falls Sie gerade auf der Suche nach einem vierbeinigen Hausgenossen sind, wäre es toll, wenn Sie einfach mal im Tierheim vorbeischauen. Wer weiß, vielleicht springt ja ein Funke über und einer unserer spanischen oder deutschen Tierheimgäste schafft es, sich in Ihr Herz zu schmuggeln! Alle unsere Schützlinge, egal welcher Herkunft, haben die Chance auf einen Neuanfang und auf ein richtig glückliches Hundeleben wirklich mehr als verdient!

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