Pflegestelle nähe Erfurt, *2002, kastriert, geimpft, gechipt, entwurmt

Pedro sitzt schon mindestens 4 Jahre in einem Tierheim in Alicante. Einer von vielen, zwar mit Wasser und Futter versorgt und ohne die Gefahr getötet zu werden, aber nahezu ohne menschliche Zuwendung. In einem großen Rudel ist er der letzte in der Reihe und eines der beliebtesten Mobbingopfer … Wer Pointer kennt, weiß, was das für Pedro bedeutet!

Wenn die Hunde seltenen Besuch bekommen, hält Pedro sich im Hintergrund und traut sich erst auf Aufforderung zu kommen. Dann aber drückt er sich ganz vorsichtig an den Besucher, genießt die Streicheleinheiten und ist für kurze Zeit einfach nur dankbar und glücklich bis ihn einer der anderen Hunde wieder verdrängt.

Ein Blick in Pedros sanftes Gesicht verrät uns, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Ob er wohl noch eine Chance auf ein Leben außerhalb seines Geheges hat? Auf ein Leben mit Menschen, die ihn lieben? Pedro hat vermutlich keine großen Ansprüche, ein warmes weiches Hundebett zu Ihren Füßen, ein sonniges Plätzchen auf der Terrasse oder im Garten und ein paar gemütliche Spaziergänge am Tag würden ihn mehr als glücklich machen.

Alte Pointer sind wie alter Wein … Man muss sie einfach lieben und genießen. Sind Sie ein Kenner oder möchten Sie einer werden? Dann wartet Pedro auf Sie!

14.07.2010:
Pedro ist in Deutschland angekommen.

24.07.2010:
Pedro ist ein quietschfideler Pointer-Opi, der noch gern läuft, immer hungrig ist, schwer hört, unsere Couch liebt und für sein Leben gern schmust! Als Zeichen seiner Freude über die neuen Lebensumstände wedelt die Rute nahezu ununterbrochen den ganzen Tag. Ich habe noch nie einen Hund gesehen, der sich so anhaltend freuen kann.

Allerdings besteht der arme Kerl im Moment vornehmlich aus Haut und Knochen. Bei 57 cm Schulterhöhe bringt er nur 20 kg auf die Waage. Kein Wunder, denn in Spanien war er der Rangniedrigste und durfte als letzter das fressen, was die anderen übrig ließen – wenn sie was übrig ließen.

Die zweite Nacht in Deutschland musste er wegen einer Magendrehung in der Klinik verbringen. Die OP ist gut verlaufen. Der Magen wurde gleich fixiert, damit so etwas nicht wieder passieren kann und Pedro erholt sich nun von den Strapazen.

Unser Pedro sucht ein Zuhause bei Leuten, die ihn langsam aufbauen, aber der kleinen Rennsemmel auch noch genügend Bewegung verschaffen möchten, die er vielleicht einfordern wird, wenn er erst mal wieder Muskeln aufgebaut hat.

Haben Sie Lust am Päppeln? Dann machen Sie doch einen Prinzen aus unserem Opi, der in seinem Herzen ganz jung ist! Zeigen Sie ihm die Sonnenseite eines Hundelebens! Pedro wird Sie dafür lieben, lieben und lieben …

Kontakt:

Tanja Breitenstein

Tanjablacky@gmx.de

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