Dastans frühere Besitzerin machte es sich sehr leicht. Mit den Worten: „Du hattest doch früher schon mal Wüstenrennmäuse, also hier bitte!“ drückte sie Dastan und einen weiteren Mausemann einer Bekannten in die Hände, die total überrumpelt war und gar nicht recht wusste, wie ihr geschah. Da sie die beiden Mäuschen aber auch nicht behalten konnte, brachte sie Dastan und seinen Kumpel ins Tierheim.

Leider verstehen sich die beiden Mäuseriche nicht, so dass sie in getrennten Käfigen gehalten werden und auch nur einzeln vermittelt werden können. Dastans Kumpel hat inzwischen auch schon ein neues Zuhause gefunden, nur Dastan ist leider immer noch auf der Suche.

Da er nicht kastriert ist und die Kastration bei solch kleinen Tierchen sehr riskant sein kann, kann er leider auch nicht mit einem Rennmaus-Weibchen vergesellschaftet werden. Noch mehr unerwünschter Nachwuchs soll nicht auf die Welt kommen.

Dastan ist Menschen gegenüber neugierig, aber (noch) nicht wirklich handzahm. Wenn man sich seinem Käfig nähert und er nicht gerade schläft, kommt er meist aus seinem Häuschen, klettert am Gitter hoch und beobachtet uns interessiert. Dabei funkeln seine schwarzen Knopfäuglein und sein kleines Näschen mit den Schnurrbarthaaren bebt vor Aufregung.

Nur zu gern untersucht er seinen Käfig genauestens und liebt es, wenn man ihn ab und zu neu einrichtet. Häuschen, Röhren, Höhlen, Stroh-Nester, Klopapierrollen, Wurzeln und Äste, Kletterbrettchen und –brücken findet er ungeheuer spannend und es macht viel Spaß, ihm bei seinen Erkundungstouren zu beobachten.

Zum Spielen oder Streicheln ist der Winzling dagegen eher nicht geeignet. Da er hauptsächlich zum Anschauen und Beobachten anregt, ist er nicht der richtige Spielkamerad für Kinder.

Dastan braucht einen geräumigen Käfig mit sehr engem Gitterabstand (diese kleinen Tierchen sind Ausbruchskünstler!) oder ein Glas-Terrarium mit Gitterabdeckung. Der Vorteil eines Terrariums ist außerdem, dass man eine richtig dicke Schicht Sägespäne einstreuen kann, so dass der kleine Mäuserich nach Herzenslust buddeln kann, ohne dass die Streu nach außen rieselt. Bei der Einrichtung der Mäusewohnung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt – je abwechslungsreicher, desto besser.

Nun sind also Mäuseliebhaber gefragt! Wer könnte unserem süßen Mäusemann eine artgerechte und wohl umsorgte neue Heimat bieten?