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Hilflosigkeit, Traurigkeit und Wut – das sind die Gefühle, die den Tierpflegern im Tierheim Kronach zur Zeit auf der Seele brennen.

Hilflosigkeit angesichts der deprimierend hohen Anzahl an Fundkätzchen, die im Moment im Tierheim ankommen und unsere Katzenzimmer in ungeahnter Weise regelrecht überfluten. Traurigkeit über das unbeschreibliche Leid, dass die Katzenbabies in ihrem jungen Leben schon erdulden mussten, unerwünscht, ungeliebt, ausgesetzt, im Stich gelassen, oft halb verhungert, geschwächt und krank, viel zu viele schon an der Schwelle des Todes. Und Wut letztlich über die Ignoranz und Kaltblütigkeit unserer Mitmenschen, die das immense Katzenelend verursacht haben. Wie oft haben wir schon gepredigt, dass jede Katze kastriert werden muss, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern? Manchmal haben wir das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen und so sind wir im Moment recht deprimiert.

All diejenigen, die meinen, ein Kater müsse aus falsch verstandener Männlichkeit nicht kastriert werden und die ihr Geld lieber für ein neues Handy o.ä. ausgeben anstatt sich die einmalige und so viel Leid verhindernde Kastration ihrer Katze zu leisten, sollten einmal eine Woche im Tierheim arbeiten müssen. Sie sollten jeden Tag mit neuen Findelkätzchen konfrontiert sein, die nur zu oft krank und halb verhungert sind und mühsam und sehr zeitintensiv aufgepäppelt werden müssen. Sie sollten mitleiden, wenn trotz bester Pflege eines der kleinen Schützlinge nicht mehr gerettet werden kann und stirbt. Und sie sollten täglich in die Augen der verlassenen Katzenkinder schauen, die so dringend die Geborgenheit und Wärme einer eigenen Familie brauchen, aber aufgrund des Überangebots an Katzen kein Zuhause finden.

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Jedes Jahr von Frühling bis Herbst ist es das gleiche Drama im Tierheim und trotz Aufklärung lernen die Menschen einfach nicht dazu, es ist zum verzweifeln! Daher hier zum xten, aber sicher nicht zum letzten Mal unser Appell an alle Katzenbesitzer, ganz egal ob Bauernhof oder Privathaushalt: Bitte lassen Sie Ihre Katzen (und zwar Männchen und Weibchen!) kastrieren!!! Nur auf diese Weise kann das jährlich wiederkehrende Katzenelend vermindert werden. Im Wohlstandsland Deutschland, in dem der Tierschutz doch einen gewissen Stellenwert hat, muss dies doch möglich sein!!!

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All jene netten Menschen, die auf der Suche nach einem neuen samtpfotigen Familienbegleiter sind, werden herzlichst eingeladen, unser Tierheim zu besuchen. Bestimmt werden Sie Ihr Herz an eines unserer Katzenbabies verlieren, denn sie sind einfach zu drollig. Auffallend ist heuer, dass es hauptsächlich schwarze Katzen gibt. So ist die Hälfte unserer Stubentiger zur Zeit schwarz, aber wir haben auch grau getigerte, grau-weiße, schwarz-weiße und dreifarbige Samtpfoten.

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Übrigens freuen wir uns auch sehr über Futter- und Geldspenden, denn unsere gefräßigen Naschkätzchen verschlingen Unsummen für Futter und Tierarzt. Bitte verschließen Sie nicht Ihre Augen vor dem Katzenleid! Bitte helfen Sie!!!!!

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