
Goda gehörte früher einem drogenabhängigen jungen Mann, der seinen Hund nicht mehr versorgen konnte. So kam die stattliche Hündin in unser spanisches Partner-Tierheim Sierra Nevada, wo sie aufgrund ihrer natürlichen Autorität schnell zu einem der ranghöchsten Hunde aufstieg. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass Goda unverträglich oder aggressiv gegenüber ihren Artgenossen wäre. Im Gegenteil versteht sie sie eigentlich mit allen, egal ob groß oder klein. Ihr ganzes Auftreten strahlt vielmehr solch eine Souveränität aus, dass sie die anderen Hunde meist klaglos als Rudelchefin akzeptieren und es Goda gar nicht nötig hat, mit ihren Zähnen für Ruhe und Ordnung sorgen. Und sollte sich trotzdem einer der anderen Hunde etwas ungebührlich gegenüber der gesetzten Dame benehmen (wie zum Beispiel zwei Junghunde, die in ihrer Nähe herumalbern und sie dann vielleicht sogar noch anrempeln), dann setzt es einen kurzen Rüffel und der andere weiß Bescheid. Auch beim Fressen will Goda ihre Ruhe haben, was die anderen Hunde wissen und akzeptieren.
Seit mehr als zwei Jahren führt Goda nun schon ihr Regiment im Tierheim Sierra Nevada mit konsequenter und ruhiger Pfote. Die Hunde akzeptieren sie willig als Chefin und die Tierpfleger haben die gemütliche dicke Dame längst ins Herz geschlossen.

Goda ist wirklich eine sehr gemütliche, um nicht zu sagen, faule Seele. Ganz sicher bräuchte sie nicht allzu viel Auslauf. Am liebsten liegt sie den ganzen Tag auf ihrem Lieblingsplätzchen neben dem Eingangstor des Tierheims, von wo aus sie alles überblicken und sich dabei die Sonne auf den Pelz brennen lassen kann. Goda möchte nämlich gern alles im Blick haben, schließlich muss die Rudelchefin doch wissen, was Sache ist!

auf Wachposten vor dem Tierheimtor



Es könnte ja auch sein, dass eine neue Futterlieferung ankommt, denn dann ist Goda definitiv die erste, die Gewehr bei Fuß steht. Fressen ist nämlich mit Abstand die Lieblingsbeschäftigung der mittlerweile schon etwas beleibten Dame. Kein Wunder, wenn man so gern frisst und sich dabei so wenig bewegt. Trotzdem: etwas Abspecken würde Goda wirklich gut tun!

Bei einer Futter- oder Sachspendenlieferung ist Goda immer die Erste!

Menschen gegenüber verhält sich Goda anfangs etwas zurückhaltend und abwartend, zeigt sich aber sehr schmusebegeistert, wenn sie erst einmal aufgetaut ist. Gerne stupst sie einen dann auffordernd an, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen.



Normalerweise ist sie wirklich absolut problemlos und gutmütig. Doch da sie wie die meisten Alaskan Malamutes auch gerne mal ihren eigenen Kopf hat, sollte ihren neue Familie schon etwas Hundeerfahrung mitbringen. Auch für Kinder scheint sie uns nicht geeignet.

Goda wäre am besten für ruhige, gerne auch ältere Menschen geeignet. Sie geht gern gemütlich spazieren, braucht aber keine Marathonmärsche, um ausgelastet zu sein. Ein Haus mit eingezäuntem Garten wäre dagegen super, denn sie liegt doch so gern in der Sonne und beobachtet die Welt um sich herum.

Goda ist eine einzigartige Persönlichkeit, die einen unwillkürlich in den Bann zieht, ob man will oder nicht. Ob sie das vielleicht auch bei Ihnen schafft und somit endlich nach so langer Zeit dem tristen Tierheim-Alltag entrinnen könnte?
Aufenthalt: Tierheim Sierra Nevada / Spanien.

Kontakt:
Tierheim Kronach (Katrin Meserth)
09261 / 20111
0171 / 676 2777
tsvkc@gmx.de





Juni 28th, 2009 at 22:52
ein echter Knuddelhund… Sobald sie jemanden “überredet” hat, sie zu streicheln und zu kraulen kommt man so schnell nicht mehr weg…