Alonso wurde an der Tür unseres spanischen Partner-Tierheims Sierra Nevada angebunden und dort zurückgelassen. Als die Tierpflegerinnen morgens zur Arbeit kamen, fanden sie das „Geschenk“ und brachten den armen Kerl im Tierheim unter.

Schnell war klar, dass Alonso – wie er getauft wurde – leishmaniose-positiv ist, da er ein paar kleine haarlose Stellen, vor allem an den Ohrrändern, hatte – ein typisches Symptom dieser im Süden recht häufigen Krankheit. Selbstverständlich bekam er sofort die nötigen Medikamente, woraufhin sich sein Allgemeinzustand schnell verbesserte. Die kahlen Stellen sind wieder zugewachsen, er hat zugenommen und ein schönes Fell bekommen. Da Leishmaniose jedoch normalerweise nicht heilbar ist, wird Alonso seine Tabletten voraussichtlich lebenslang weiter nehmen müssen. Sie sind jedoch sehr günstig und kosten maximal 10 Euro im Monat. Mithilfe dieses Medikaments kann Alonso genauso leben wie jeder andere Hund auch und auch genauso alt werden.

Wie schön wäre es jedoch, wenn Alonso nicht im Tierheim alt werden müsste! Er ist so ein lieber Kerl und hätte ein richtiges, liebevolles Zuhause mehr als verdient! Wir wissen nicht, was er in seiner Vergangenheit alles mitmachen musste – ein Zuckerschlecken war es aber bestimmt nicht… Im Tierheim benimmt sich der kleine Kerl vorbildlich, er ist eher ruhig, hat ein angenehmes, sanftes und unaufdringliches Wesen und drängelt sich nie in den Vordergrund. Wenn man sich ihm dann doch zuwendet, ist er einfach nur dankbar.

Der kleine Mann ist freundlich zu jedermann, gutmütig und aufgeschlossen und könnte sicher auch in eine Familie mit vernünftigen Kindern vermittelt werden. Mit anderen Hunden versteht er sich problemlos und auch im Katzenzimmer des Tierheims, in das er schon mitgenommen wurde, benahm er sich vorbildlich. Wir denken daher, dass er auch gegen ein Samtpfötchen in der Familie nichts einzuwenden hätte.

Alonso ist natürlich noch nicht besonders erzogen, aber trotzdem aufmerksam und gelehrig. Er freut sich, wenn er gelobt wird und möchte alles richtig machen. Wahrscheinlich hat sich noch nie in seinem Leben jemand liebevoll und geduldig mit ihm beschäftigt, was er nun sehr genießt.
Alonso geht gern spazieren, braucht genügend Auslauf und Abwechslung. Rassebedingt muss mit Jagdtrieb gerechnet werden, weshalb er vielleicht nicht immer und überall ohne Leine laufen kann.

Obwohl Alonso mit seinem dreifarbigen Fell und dem vorwitzigen spitzen Gesichtchen wirklich hübsch ist, ist er nicht gerade fotogen. Beim Fototermin hat er sich einfach nicht richtig in Positur stellen wollen. Viel lieber wollte er mit uns schmusen, in der Sonne liegen, nach Leckerlis schnüffeln etc.

Alonso sehnt sich nach einer eigenen Familie, in der er sich geborgen und geliebt fühlen darf. Wer gibt diesem armen spanischen Findelhund eine Chance?

Aufenthalt: Tierheim Sierra Nevada / Spanien.

Kontakt:

Tierheim Kronach (Katrin Meserth)

09261 / 20111

tsvkc@gmx.de

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