Zwei Hundeomis auf der Suche nach Geborgenheit

Diese beiden älteren Hundedamen wurden am Mittwoch, den 09.05.18, ins Tierheim gebracht. Die Finderin hatte sie im Wald in der Nähe der Kreuzbergklause (nicht weit vom Tierheim entfernt) aufgegriffen. Die beiden trugen keine Halsbänder und sind auch nicht gechipt. Nachdem sich auch nach Tagen kein Besitzer gemeldet hat, müssen wir wohl oder übel der traurigen Realität ins Auge sehen, dass die beiden Omis ausgesetzt wurden.

Dieser Verdacht erhärtete sich auch noch, nachdem uns über mehrere Ecken zugetragen wurde, dass die vermutliche Besitzerin der Hunde wohl obdachlos geworden sei. Sogar die Namen und das Alter der Hunde konnte uns der Informant nennen, der die beiden auf Fotos im Internet erkannt hatte. Von der Besitzerin selbst jedoch fehlt jede Spur.

Inzwischen sind die beiden Omis zur Vermittlung frei gegeben. Es hat ja keinen Sinn, auf ein Frauchen zu warten, das nie mehr kommen wird. Wie man es fertig bringen kann, seine Hunde nach so vielen Jahren gemeinsamen Zusammenlebens einfach auszusetzen und dann kaltherzig davonzufahren, will uns einfach nicht in den Kopf. Wenn man schon sein Tier aus irgendwelchen Gründen nicht mehr behalten kann, hat man die Pflicht, für ein neues Zuhause zu sorgen oder es wenigstens ins Tierheim zu bringen (nochmals: wir verlangen KEINE Aufnahmegebühr!). Die beiden Omis haben es doch wirklich nicht verdient, hilflos im Wald umherzuirren, bis sich endlich eine mitleidige Seele ihrer erbarmt!

Chipsy

Beide Hündinnen sind sehr lieb und menschenfreundlich. Sie lassen alles mit sich machen, sind nicht ängstlich, sondern gehen aufgeschlossen und offen auf alle Menschen zu. Sicher kämen sie auch mit etwas größeren, vernünftigen Kindern zurecht. Auch mit anderen Hunden sind sie recht gut verträglich und laut Aussage unserer „Informantin“ mögen sie sogar Katzen.

Senta

Senta und Chipsy sind anhänglich und verschmust. Nur zu gerne lassen sie sich streicheln und knuddeln, sie freuen sich über jede Aufmerksamkeit und jedes Leckerli und sind wirklich liebe und brave Seelen.

Senta

Trotz ihres Alters sind sie erstaunlich fit und gehen sehr gerne und ausdauernd spazieren. Auch in unserem eingezäunten Freilauf halten sie sich gerne auf. Selbst mit Bällen spielen die beiden immer noch gerne und wenn man sie so sieht, denkt man gar nicht, dass sie schon im Senioren-Alter sind. Besonders Senta erstaunt uns immer wieder, denn für einen 12jährigen Schäferhund zeigt sie enorm viel Bewegungsfreude.

Senta

Trotzdem hat Senta doch schon einige Alters-Wehwehchen: So scheint sie zum Beispiel ziemlich taub zu sein. Am Auge hat sie eine kleine Warze und auf dem Rücken eine vergrößerte Talgdrüse. Beides ist nicht schlimm und muss auch nur dann operiert werden, wenn es deutlich wachsen würde. Etwas mehr Sorgen bereiten uns dagegen ein paar kleine Knötchen in der Milchleiste. Hierbei handelt es sich vermutlich um Tumore, die wir aber im Moment noch nicht operieren möchten. Es ist besser, erst einmal zu beobachten, wie schnell diese wachsen. Bei sehr langsamen Wachstum möchten wir dem alten Hund die Operation nicht mehr antun. Dies wird die Zeit zeigen.

Senta

Auch wenn sich Senta und Chispy sehr gut vertragen, werden wir die beiden dennoch bei Bedarf auch getrennt vermitteln, um ihnen mehr Chancen zu geben. Ist es ohnehin schon schwierig genug, ein liebevolles Zuhause für ältere Hunde zu finden – für zwei auf einen Streich ist es schier unmöglich. Vielleicht haben die beiden getrennt voneinander doch noch eine Chance, ihren Lebensabend in einer Familie zu verbringen. Gerade für ältere Hunde ist das Tierheimleben besonders hart. Anstatt harter Liegebretter und Gitterstäbe sehnen sich doch gerade die Senioren nach Wärme, Geborgenheit, Sicherheit und zärtlichen Händen, die sie verwöhnen und umsorgen.

Chipsy

Auch wenn wir nicht allzu viel Hoffnung haben, möchten wir doch alles versuchen, um Senta und Chipsy wieder glücklich zu machen. Wer hat ein Herz für Senioren und möchte sich unserer beiden Omis annehmen?

Chipsy

Senta

Chipsy

Senta

Chipsy

Senta