Ach Encarna, wir vermissen Dich so sehr! Unser Tierheim in Kronach kommt uns leer vor ohne Dich und viele Hunde-Ausführer haben schon nach Dir gefragt. Du hast Dich tief in unsere Herzen geschmust, mit Deiner ruhigen, sanften, nicht aufdringlichen, aber dennoch so dankbaren und liebevollen Art.
Es ist kaum zu glauben, daß Du in Deinem ganzen Leben noch kein richtiges Zuhause genießen durftest. 10 Jahre hast Du in unserem spanischen Partner-Tierheim Sierra Nevada auf einen netten Menschen gewartet, der Dich befreit und Dir Geborgenheit und Liebe schenkt. 10 lange Jahre!
So viel Zeit mußte vergehen, bis endlich einer lieben Frau Dein Bild und Deine Geschichte im Internet auffiel. Sie verliebte sich in Dich und wollte Dir all das schenken, was Du so lange vermissen mußtest.
Da Du zu diesem Zeitpunkt – bedingt durch den jahrelangen Tierheim-Aufenthalt – jedoch noch recht ängstlich warst und auch noch nicht an der Leine gehen konntest, holten wir Dich erst einmal zu uns ins Tierheim Kronach, um Dich auf Dein neues Leben in einer richtigen Familie vorzubereiten. Auch konnte Dich Dein neues Frauchen in spe noch nicht sofort abholen, da ihr Haus gerade komplett umgebaut wurde und wir Dir den Baulärm ersparen wollten. Mitte Januar sollte jedoch alles fertig sein und wir freuten uns schon alle auf das längst verdiente Happy-End.
Alles war vorbereitet, Deine neue tolle Zukunft schon in greifbarer Nähe! Niemals wären wir auf die Idee gekommen, daß Du all dies nicht mehr würdest erleben können. Schließlich warst Du trotz Deiner 10 Jahre und der Tatsache, daß Du leishmaniose-positiv warst, topfit, hast gut und gerne gefressen und Deine täglichen Spaziergänge genossen. Nichts, aber auch rein gar nichts deutete auf eine bevorstehende Krise hin.
Wir waren schockiert, als Du eines Morgens nicht mehr aufstehen und fressen wolltest, vor Schwäche kaum laufen konntest und hohes Fieber hattest. Obwohl wir sofort zum Tierarzt fuhren und er Dich mit Medikamenten vollpumpte (er diagnostizierte einen schweren Leberschaden), war es zu spät. Du starbst noch in derselben Nacht, die Nacht vom 29. auf den 30.12.07.
Wir waren und sind untröstlich. So kurz vor dem Ziel hast Du es nicht mehr geschafft. Dein ganzes Leben hast Du im Tierheim verbracht, niemals die Vorzüge einer eigenen Familie kennengelernt. Und obwohl wir Dich so oft wie möglich gestreichelt und liebkost haben, ist dies nur ein schwacher Trost gegenüber einem richtigen Zuhause.
Mach´s gut, Encarna, wo immer Du nun auch bist. Wir sind sicher, daß Du nun glücklich bist, weitaus glücklicher als Du im Leben jemals warst.
Wir werden Dich nie vergessen.
Hier noch ein paar Gedanken Deines Frauchens, das sich schon so auf Dich gefreut hatte:
Seit ich Encarna auf dieser Seite entdeckte, begleitete sie mich schon still und leise jeden Tag. Jetzt ist sie tot. Auf meinem PC brennt seit einigen Tagen eine dicke rote Kerze. Dieses Licht soll sie über die Regenbogenbrücke begleiten.
Ein paar Tage vor dem Sommerfest 07 im Tierheim Kronach konnte Sie endlich zu meiner grossen Freude mit Unterstützung von lieben Menschen, aus Spanien ausreisen. Ein paar Wochen sollte sie sich in der Obhut des Tierheims umstellen, da sie als extrem schüchtern galt, keine Leine und kein Geschirr kannte.
Aber Encarna kam, sah und siegte mit ihrem sanften, liebenswürdigen Wesen, mit ihrer Freundlichkeit den Menschen und ihren Artgenossen gegenüber.
Jetzt war’ s nur noch wichtig, dass meine im Umbau befindliche Wohnung/ Atelier rasch möglichst fertig wurde damit Encarna zu mir ziehen konnte. Meine Freude war gross !
Aber meine Wohnung ist trotz vieler Mahnungen an den Bauleiter nicht rechtzeitig fertig geworden. Encarna und ich warteten…..Ich habe vorsorglich Halsband, Geschirr und eine Hundematratze gekauft, eine ruhige, gemütliche Ecke eingeplant in die sie sich zurückziehen kann wenn sie möchte. Um Encarna wegen ihrer Leishmaniose sorgfältig zu testen, wenn sie bei mir ist, war die Tierärztin schon informiert. Sorgen machte ich mir keine, denn sogar die immer wieder mal nässende grosse Narbe an ihrem Unterkiefer wurde im Tierheim behandelt uns ist völlig abgeheilt. Encarna konnte kommen, am 15. Januar 2008 war die Reise von Kronach zu mir geplant.
Völlig unerwartet, kurz vor den Feiertagen dann die Mail: Encarna ist tot nach einem heftigen Schwächeanfall, mit kurzem hohem Fieber. Keine Anzeichen waren davor zu erkennen, sie hat bis zu dem Tag mit Freude gefressen, war guter Dinge. Der sofortige Versuch, mit Hilfe des Tierarztes die Krise aufzufangen, war vergeblich. Encarna ist in der Nacht darauf gegangen. Encarna bleibt sanft und friedlich in meinem Herzen.
Herzlichen Dank besonders an Anita, Frau Meserth und Frau Brabender. Sie haben Encarna liebevoll und engagiert begleitet.
Elisabeth Rütsche
“Was heißt Sterben?”
Ich stehe an einem Ufer. Ein Boot segelt in der Morgenbrise und steuert aufs offene Meer. Es ist ein herrlicher Anblick und ich stehe da und sehe ihm nach, bis es zuletzt am Horizont verschwindet und jemand neben mir sagt: “Jetzt ist er nicht mehr da.” – Nicht da? Wo dann? Nicht da für meine Augen, das ist alles. Die Ferne, das Nicht-da-sein sind auf meiner, nicht auf seiner Seite.
Und gerade in dem Moment, da hier, neben mir, einer sagt “Jetzt ist er nicht mehr da.”, gibt es andere, die ihn kommen sehen und andere Stimmen rufen freudig aus: “Da ist er!”
Und das heißt Sterben.”
Steht nicht an meinem Grab und weint
ich bin hier nicht, ich schlafe nicht
Ich bin die tausend Winde,
Das Diamantglitzern auf dem Schnee
ich bin der Sonnenschein auf reifem Korn
Ich bin der sanfte Herbstregen,
Wenn Ihr aufwacht in der Morgenstille,
Bin ich der schnelle Flügelschlag stiller Vögel
Ich bin der Stern, sein mildes Licht in der Nacht
Steht nicht an meinem Grab und weint
ICH BIN HIER NICHT.
Leihe mir ein Tier
“Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen”,
hat Gott gesagt.
“Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.
Ich kann dir nicht versprechen, daß es bleiben wird
weil alles von der Erde zurückkehren muß.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?
Es wird dich bezaubern
um dich zu erfreuen
und sollte sein Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.
Willst du ihm alle deine Liebe geben
und nicht denken, daß deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen
wenn ich das Tier zu mir heim hole?”
Mein Herz antwortete
“mein Herr, dies soll geschehen�
Für all die Freuden, die dieses Tier bringt
werde ich das Risiko der Trauer eingehen.
Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen
und es lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften
werden wir für immer dankbar sein.
Aber solltest du es früher zurückrufen,
viel früher, als geplant
werden wir die tiefe Trauer meistern
und versuchen, zu verstehen.
Wenn unser geliebtes Tier
diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verläßt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele
Um sie ihr Leben lang zu lieben.
(Verfasser der Gedichte unbekannt)






Januar 12th, 2008 at 12:45
Encarna war so ein traumhund, sie hat es nicht verdient zu sterben ohne jemals ein zu Hause gehabt zu haben und ohne liebe allein im Tierheim sterben zu müssen!!! Ich werd dich nie vergessen Maus :-*
Januar 25th, 2008 at 21:08
Du arme kleine Maus , Encarna.
Gute Reise über die Regenbogenbrücke in ein besseres Land.
Dort triffst du meine Lena. Spiel mit ihr und tollt über grüne Wiesen…
September 12th, 2008 at 17:34
als ich Ihre Seite über Encarna Gelesen habe, musste ich vor Betroffenheit weinen, so hat mich die Geschichte des Hundes berührt. Ich bin sicher das Sie es sehr gut gehabt hätte und es vorher auch schon gut hatte da ich vom Tierheim Kronach voll und ganz begeistert bin
mfG K. Horn
November 7th, 2008 at 11:16
Ich habe eben die Geschichte von Encarna gelesen… Das ist wirklich sehr Traurig und mir stehen jetzt noch die Tränen in den Augen!!! So kurz vor dem Ziel und dann sowas!! Das tut mir in der Seele weh!!!