Berlin/München, 01.02.2007. Hinter dem befremdlich klingenden Ausdruck verbergen sich teilweise gefährliche Krankheiten wie die Tollwut, das Ebolavirus oder der Fuchsbandwurm. Auch die gefürchtete Vogelgrippe, die aktuell wieder in Ungarn aufgetreten ist, könnte demnächst dazu gehören. Denn als Zoonose bezeichnet man jede Erkrankung, die vom Menschen auf das Tier und/oder umgekehrt übertragbar ist. Darunter fallen also auch Magen-Darm-Infektionen durch Salmonellen ebenso wie Invasionen durch Flöhe und Spulwürmer.
Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., erläutert, worauf Tierhalter achten sollten: “Verschiedene Tierarten können unterschiedliche Krankheiten übertragen. Tierbesitzer sollten sich informieren, welche Erkrankungen ihr spezifisches Tier theoretisch übertragen kann.“
Panik ist hier jedoch fehl am Platze. Nichts desto trotz ist es wichtig, Bescheid zu wissen. Je früher ein Krankheitsprozess erkannt und richtig eingeordnet wird, umso eher kann therapiert werden – zum Vorteil für Mensch und Tier.
Frau Dr. Hölscher weiter: “Sehr häufig kommen zum Beispiel Übertragungen von Pilzerkrankungen vor. Weder Haut- noch Tierarzt denken immer daran, dass die Infektion mit dem Haustier zusammenhängen könnte. Während sich beim Tier kreisrunde, haarlose Stellen bilden, sieht man beim Menschen eher rötliche Veränderungen, die mit mäßigem Juckreiz einhergehen. Behandeln muss man in so einem Fall alle Mitglieder des Haushaltes – auch die Vierbeiner – sonst wird man dem Pilz nicht Herr.“
In Zweifelsfällen können sich betroffene Tierliebhaber bei aktion tier e.V. Rat einholen.
Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).
aktion tier – menschen für tiere e.V.
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