Berlin/ München, 13.04.2010. Die Plagegeister sind da, die Zeckensaison ist eröffnet. Höchste Zeit Hunde und Katzen mit entsprechenden Präparaten zu behandeln, die die Parasiten fern halten. Zecken übertragen für Mensch und Tier teilweise dramatisch verlaufende Erkrankungen wie FSME oder Borreliose.
Im Nackenbereich und bei großen Hund zudem am Schwanzansatz aufgetragen, sorgen Antizeckenmittel dafür, dass sich keine ungebetenen Gäste festbeißen. Das Mittel wird durch die Haut aufgenommen und verteilt sich im gesamten Tierkörper. Dem Vierbeiner schadet es nicht. Badefreudige Hunde dürfen weiter das kühle Nass genießen, nur in den ersten 24 Stunden nach dem Auftragen des Mittels ist Schwimmen untersagt. Sollte trotz Prophylaxebehandlung doch einmal eine Zecke beißen, sterben die unangenehmen Lästlinge durch das Insektizid in Kürze ab. Entdeckt der Besitzer den Parasiten allerdings schon vorher, ist es das Beste, die Zecke zügig zu entfernen. Je kürzer die Verweildauer auf dem Tier, umso geringer die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung. Die Wirksamkeit hält etwa vier Wochen an, dann muss erneut aufgetragen werden.
„Auf diese Weise wird nicht nur das Tier sondern indirekt auch der Mensch geschützt“, hebt Frau Dr. Tina Hölscher, die als Tierärztin für aktion tier e.V. tätig ist, den Nutzen der Medikamente für den Tierhalter hervor. „Behandelte Vierbeiner schleppen viel weniger Zecken nach Hause als unbehandelte“, erklärt sie den Zusammenhang. Damit sinkt auch für Besitzer das Risiko, sich eine der gefährlichen Erkrankungen einzuhandeln, die von Zecken übertragen werden. Knoblauchzubereitungen aller Art helfen trotz anders lautender Gerüchte übrigens kaum gegen Zecken und sind für Tiere sogar giftig.
aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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