Berlin, 17.06.2010. Die WM hat Deutschland fest im Griff. Wenn „unsere Jungs“, Poldi, Schweini und Co., 90 Min. mit dem Ball spielen, sind wir begeistert. Wenn aber Bello mit dem Ball spielt, kann das oft tückisch sein.

Unbestritten ist der Ball eines der beliebtesten Hundespielzeuge. Hunde lieben es hinter einem Ball herzujagen, ihn durch die Gegend zu tragen und darauf rumzukauen. aktion tier warnt vor einigen Gefahren beim Ballspiel mit dem Hund:

Zunächst muss man sich als Hundebesitzer gut überlegen, was für einen Ball man zum Spielen verwendet. Der herkömmliche Tennisball ist grundsätzlich abzulehnen, da der Filzbezug für die Zähne eines Hundes eine extrem schädigende Wirkung hat und wie eine Feile wirkt. Wird ein Tennisball zerkaut, können verschluckte Teile des Filzes oder des Gummis schlimmstenfalls zu einem Darmverschluss, auch mit tödlicher Folge, führen. Oft sind Bälle auch zu klein für einen Hund und können verschluckt werden oder bleiben wie in einem Vakuum im Rachen stecken. Dies kann zu Erstickungsanfällen bis hin zum Tod führen.

Das Ballspiel sollte grundsätzlich in Maßen dem Hund angeboten werden. Schnell nämlich verwandelt sich so mancher Hund zum regelrechten „Balljunkie“. Damit ist ein stereotypes Sucht-Verhalten gemeint, das ein Hund entwickeln kann, sobald er einen Ball nur sieht. Die Außenwelt scheint für ihn ausgeblendet und die Sucht nach dem Spiel führt zu unkontrolliertem Toben und Hetzen. Vergessen werden auch die wichtigen ausgiebigen Schnüffelrunden auf einem Spaziergang.

„Entgegenwirken kann man hier z. B. dadurch, dass der Hund erst auf ein bestimmtes Signal des Besitzers den Ball holen darf. Wichtig ist auch, dass immer der Hundebesitzer das Ballspiel nach einer bestimmten Zeit beendet und auch bei größtem Gewinsel dem Hund nicht nachgibt“, empfiehlt Alexandra Diezemann von der aktion tier-Geschäftsstelle Berlin. Viele Hundebesitzer sehen im Ballspiel leider eine bequeme Art, ihren Hund zu beschäftigen, ohne dass sie sich selber viel bewegen müssen.

Bei aller Liebe zum Ball dürfen andere Spiele mit dem Hund aber nicht vergessen werden. Gemeinsames Toben und kontrollierte „Zerr-Spiele“ machen Hund und Halter auch Spaß und fördern das Miteinander. Wer auf den Ball nicht verzichten möchte, sollte im Fachhandel nach geeigneten Hundebällen suchen, die sich für ein wildes Hundespiel eignen. Schenken Sie Ihrem Hund in jedem Fall eine gesunde Abwechslung. Dann geraten Sie erzieherisch auch nicht ins Abseits.

Weitere Informationen bei:

Alexandra Diezemann, aktion tier-Pressestelle Berlin, Tel.: 030-301038-33 (Journal@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

Kaiserdamm 97

14057 Berlin

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