
Ersticken wird dieser Hund nicht – aber heiß ist ihm trotzdem – Foto ddp
Er litt Höllenqualen, doch als Polizisten endlich eine Scheibe des in Friedenau geparkten Autos einschlugen, war der Hund bereits tot. Schon ein zehnminütiger Einkauf kann für ein im geschlossenen Wagen wartendes Tier tödlich enden. Denn Tiere sind kein Plastik-Spielzeug und leiden unter der Hitze noch mehr als wir. Sucht ihnen bitte einen schattigen Platz und nehmt den Trinknapf mit!
Der Berliner Tierschutzverein warnt Hundehalter davor, ihr Tier im Sommer im Auto warten zu lassen. Die Temperatur im Fahrzeuginnern steige bei Hitze schnell an, sagte Vorstandssprecher Marcel Gäding am Freitag. Im Innenraum könnten bis zu 60 Grad herrschen. Wegen der häufig geringen Luftzirkulation schafften auch geöffnete Fenster keine Abhilfe. Hundehalter sollten für ihr Tier besser einen schattigen Platz im Freien suchen und es mit Wasser versorgen.Aufmerksame Passanten können Tragödien verhindern helfen
Gäding appellierte an Passanten, die Polizei zu alarmieren, wenn sie ein apathisch oder krank wirkendes Tier in einem Fahrzeug entdeckten und der Halter nicht nach einigen Minuten auftauche.
In Friedenau verendete am Donnerstagnachmittag ein Hund in einem geparkten Auto. Passanten hatten das Tier nach Polizeiangaben in dem verschlossenen Fahrzeug in der Holsteinischen Straße bemerkt. Sie alarmierten die Polizei, die eine Seitenscheibe einschlug. Der Hund konnte von den Beamten aber nur noch tot geborgen werden. Gegen die 50-jährige Besitzerin wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
Gäding forderte, Verstöße gegen das Tierschutzgesetz rigoros zu ahnden. Er verwies darauf, dass Hunde auch zu anderen Jahreszeiten nicht im Auto gelassen werden sollten. Die Halter sollten Verantwortung für ihr Tier übernehmen und es stets mitnehmen. (Quelle: mb/ddp)
14.07.2006
http://www.meinberlin.de/nachrichten_und_aktuelles/33100.html
Ein weiterer Fall wurde uns aus Wien mitgeteilt:
Die Sommerhitze macht nicht nur Menschen zu schaffen, auch viele Tiere leiden darunter. Immer wieder müssen Polizei oder die Verkehrsclubs abgestellte Pkws mit eingeschlossenen Tieren aufmachen. Auch am Donnerstag befreite die Polizei in Mödling bei Wien einen Hund aus einem Auto.
Ein Passant alarmierte gegen 15 Uhr die Polizei. Ein Hund würde schon eine halbe Stunde in einem Auto in der prallen Sonne liegen. Die Beamten forschten den Autobesitzer aus, konnten ihn aber nicht erreichen. Der Hund litt bereits offensichtlich unter der starken Hitze.
Letztlich schlugen die Polizisten die Scheibe ein und hoben den Hund aus dem Wagen. Er konnte nicht mehr selbständig gehen und lag nur noch stark hechelnd auf der Seite. Die Beamten versorgten den Hund mit Wasser und kühlten ihn. Erst nach zehn Minuten begann sich der Hund wieder zu bewegen. Die Beamten nahmen ihn mit auf die Polizeistation. In der Zwischenzeit kam der Halter zu seinem Auto zurück. Der 32-Jährige gab an, dass ein Termin länger gedauert hätte. Gegen ihn wird Anzeige erstattet. (am)
14.07.06
http://www.wienweb.at/content.aspx?id=110023&cat=22&channel=2




