
20 Zentimeter hoch, acht Kilo schwer und einen herzerweichenden Blick: Das ist Tarzan, der am zweiten Weihnachtstag in einem Gebüsch ausgesetzt wurde.mDer kleine Stafford-Mischlings-Welpe ist schon am zweiten Tag nach Heiligabend von seinem neuen Frauchen ausgesetzt worden. Ähnlich wie zu Beginn der Sommerferien sind viele Tiere schon kurz nach Weihnachten nicht mehr erwünscht. (Foto: Lothar Strücken)
Krefeld. „Das Fenster ging auf und der Hund flog aus dem Auto“, erinnert sich eine Augenzeugin an das, was sie am zweiten Weihnachtsfeiertag auf der Friedrich-Ebert-Straße beobachtet hatte. Ein Wagen hielt neben einem Gebüsch. Der zwölf Wochen alte Stafford-Mischling-Welpe wurde hinein geworfen. „Manchmal hält der Tannenbaum länger, als das Geschenk darunter“, weiß Dietmar Beckmann.
Der Geschäftsführer des Tierschutzvereins Krefeld zeigt sich wenig verwundert über das ausgesetzte Tier und wird auch sogleich wieder ins Büro gerufen: Zwei Kaninchen wurden in einem Pappkarton auf einem Garagenhof am Krüllsdyk gefunden und im Tierheim am Flünnertzdyk abgegeben. Hungrig blicken die „Löwenkopf-Mischlinge mit ein wenig Angora“, wie Chef-Pfleger Frank Schankart tippt, aus ihrer brauen Kiste.
„Vor den Sommerferien ist das Fundtier-Aufkommen natürlich größer. Doch auch heute werden dies garantiert nicht die letzten Tiere sein.“ Der Welpe hat beim Foto-Shooting mit der Presse indes schon einen Namen ergattert: Tarzan. Acht Kilo wiegt das freundlich mit dem Schwanz wedelnde Kerlchen bei einer Körpergröße von 20 Zentimetern. Während gegen sein geflohenes Frauchen ein Strafantrag läuft, wird Tarzan erst einmal entwurmt, geimpft und gechipt. Was der Grund für sein Aussetzen sein könnte? „Vielleicht, weil er noch nicht rein ist, weil seine Rasse nicht gefiel. Für seine Haltung braucht man ja eine ordnungsbehördliche Genehmigung“, erklärt Schankart die Bestimmungen für Kampfhunde.
„Als er zu uns gebracht wurde, war er ziemlich verängstigt. Jetzt erkundet Tarzan schon neugierig den Untersuchungsraum des Tierheims. So übermütig, dass ein – zum Glück glimpflich verlaufender – Sturz vom Tisch unvermeidbar ist.“
28.12.2006
http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=139568





September 5th, 2010 at 19:11
netter Artikel. Ich würde aber mal ein bisschen deine Website für Suchmaschienen optimieren, die findet man sehr schwer über google.