Nachdem auf Rügen ein Kater an der Vogelgrippe starb, wollen nun viele Besitzer ihr Tier loswerden! “Verängstigte Tierbesitzer liefern ihre Katzen massenweise in den Tierheimen ab”, warnte gestern Dr. Tina Kugler (35) vom Deutschen Tierhilfswerk. “Auch von Tiermorden wird berichtet.” Auf Rügen ist das Tierheim so überfüllt, daß alle Anfragen abgewiesen werden.
Vorstand Herbert Zimmermann (70): “Wir versorgen bereits 40 Katzen!” Auf der Insel leben 2000 Miezen, bundesweit 7,5 Millionen.
Aber es trifft nicht nur Katzen! Auch Wellensittiche, Kanarienvögel fliegen aus den Wohnungen. Allein im Berliner Tierheim Falkenberg hocken inzwischen 80 verstoßene Zuchtvögel auf der Stange – doppelt so viele wie noch im Januar! Dabei können z. B. Wellensittiche Vogelgrippe gar nicht übertragen.
Bayerns Landesbund für Vogelschutz meldet: Verängstigte Menschen hängen Nistkästen ab, roden Hecken und Bäume, verjagen Vögel.
In Rodgau-Jügesheim (Hessen) alarmierten Bürger die Polizei. Enten und Gänse würden trotz Stallpflicht herumlaufen. Ergebnis vor Ort: Es waren nur Plastiktiere.
Die Zugstrecke Hamburg – Berlin war kurzzeitig lahmgelegt, weil ein toter Schwan neben den Gleisen lag.
Als in Berlin eine tote Amsel gemeldet wurde, rückten zwei Löschzüge der Feuerwehr (vier Mann Besatzung) und ein Polizeiwagen (zwei Beamte) aus!
Tierschützer fordern inzwischen, daß die ARD die geplante Folge von “In aller Freundschaft” (7. März) absetzt, in der es um den ersten infizierten Menschen geht. Sie könnte noch größere Panik auslösen.
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