
Die niedersächsische Firma Schwerk (Wistedt, Königsmoor) reißt ihren Gänsen brutal die Federn aus. Diese Tierquälerei geschieht mit Rupfmaschinen, die eigentlich für tote Tiere gedacht sind. Selbst Experten sind entsetzt über den Einsatz von Lebendrupf in Deutschland.
VIER PFOTEN fordert Tierhalteverbot für den Gänsezüchter. Der Daunenverband will erneut von nichts gewusst haben.
30.Juni 2009, 40 km entfernt von Hamburg, in dem Dörfchen Königsmoor. Ein VIER PFOTEN Team liegt versteckt in einem abgelegenen Waldstück und filmt das Unfassbare. Heimlich und unter größten Sicherheitsvorkehrungen begehen die Mitarbeiter einer der größten Gänsezuchtanlagen Deutschlands strafbare Tierquälerei. Systematisch werden hunderte Gänse brutal an eine Rupfmaschine gepresst. Rotierende Metallscheiben reißen die Daunen aus der Haut der schreienden Gänse. Die Maschinen klingen wie Kreissägen und übertönen die Panikschreie Gänse. Ein Mitarbeiter packt die Gänse grob an Flügel oder Hals, reicht sie den Rupfern. Gänse versuchen zu fliehen und werden mit Fußtritten zu der Rupfmaschine getrieben. Ein Mitarbeiter wird wütend und trampelt auf einer Gans herum. Die gerupften Tiere werden einfach auf die Weide geworfen – sie überschlagen sich und humpeln panisch davon. Einige Tiere bleiben liegen, sie haben die Prozedur nur schwer verletzt überlebt, viele von ihnen werden sterben.

Denn um die verletzten Tiere kümmert sich niemand. Nach der qualvollen Prozedur, die viele Stunden dauert, untersuchen VIER PFOTEN Mitarbeiter die Tiere. Die gerupften Gänse sind mit Wunden übersät, einige Tiere bluten stark und liegen mit gebrochenen Beinen oder Flügeln in der prallen Sonne. Ein besonders schwer verletztes Tier wird von VIER PFOTEN zum Tierarzt gebracht. Die Diagnose: das Bein ist mehrfach gebrochen, die Flügelfedern sind blutig ausgerissen, die Brust ist kahl und auf dem lebenden Tier wimmeln Parasiten. Die arme Gans muss eingeschläfert werden.
Die schrecklichen Szenen sind kein Einzelfall. Nach VIER PFOTEN Informationen lässt die Firma Schwerk seit Jahren systematisch zehntausende Gänse rupfen. Die Tonnen wertvoller Daunen gehen an eine große deutsche Daunenfabrik, die nun den Einkauf der illegalen Ware abstreitet. Dabei muss es noch mehr Mitwisser gegeben haben, denn im Sommer werden kaum Tiere geschlachtet und damit auch kaum Daunen von toten Tieren gewonnen. VIER PFOTEN hat Anzeige gegen die Verantwortlichen wegen Verstoßes gegen das deutsche Tierschutzgesetz erstattet und fordert ein Tierhalteverbot für den Gänsezüchter. VIER PFOTEN wird auch Ermittlungen gegen den verantwortlichen Amtsveterinär anstellen, der die tausendfache Tierquälerei über Jahre hinweg übersehen hatte. Auch der deutsche Lobbyverband der Daunenindustrie, der letztes Jahr versicherte, deutsche Gänsefarmen hätten mit solcher Tierquälerei nichts zu tun, wusste angeblich von nichts. Dies zeichnet erneut ein fragwürdiges Bild, eines von einem Fachverband, der offenbar nicht einmal weiss, was vor der eigenen Haustür passiert und gleichzeitig behauptet, der Tierschutz würde Falschaussagen treffen. Die Gänse der Firma Schwerk werden an Geschäfte in ganz Deutschland geliefert und in Supermärkten, Feinkostgeschä ften und Restaurants verkauft.
VIER PFOTEN fordert strenge Kontrollen auf Lebendrupf von sämtlichen Gänsehaltungsbetrieb en und ein entschlossenens Vorgehen der Behörden gegen die Firma Schwerk. Kunden sollten Firmen mit deratigen kriminellen Tierschutzvergehen von ihren Einkaufslisten streichen.
Quelle: http://www.vierpfoten.at/website/output.php?id=1033&idcontent=2559&language=1





Juli 7th, 2009 at 18:12
Es ist ganz Einfach.
Wenn wir Alle nichts mehr kaufen, was mit Gänse zu tun hat, ist diese Tierquallerei sofort vorbei!
Boycot ist immer die Beste Wahl.
Grüsse Lijdia
Juli 7th, 2009 at 18:55
Eine unglaubliche Sauerei! Müssen Daunen wirklich sein? Wie grausam kann der Mensch eigentlich sein? Wo sind die Grenzen? Täglich ein anderes, grausames Tiermartyrium. Wann denkt der Mensch endlich daran, dass Tiere genauso Schmerz empfinden wie wir? Nur weil sie nicht sprechen können, haben wir das Recht,sie zu misshandeln? Haben diese Leute, die die armen Gänse in den Rupfer prügeln und die Hersteller kein Gewissen? Zählt nur der Profit? Wir haben seit Jahren nur Synthetikbettwäsche. Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, mich in Daunen oder Federn zu legen und beruhigt einzuschlafen, mit dem Wissen, dass für meinen Schlaf Tiere lebendig gerupft werden. Bitte, keine Daunen und Co.
August 5th, 2009 at 08:39
kapitalisten haben kein gewissen. solange geld regiert, sich menschen kaufen lassen wird die tierqual nie enden. lobbysten / sprecher der unternehmen müssten konsequenzen spüren. richtige folgen !! aber an wen hängts?? an unserer regierung , das sind doch die gekauften. angeblich unsere vertretung. zwingen müsste man Sie , sich das anzugucken, zu essen, sich damit ins bett zu legen.
Schweinepriester.. Seelenverkaufer ihrer und anderer!!
Conny