ANKARA – Kurz bevor die Touristen-Saison beginnt, ist es besonders schlimm. Dann müssen sie weg, egal wie. Die herrenlosen Hunde der Türkei. Im Auftrag der Regierung werden sie gefangen, erschossen und auf Müllhalden entsorgt. Wenn sie weniger Glück haben, werden sie langsam zu Tode gequält. Die Tierschutzorganisation PETA schlägt jetzt Alarm.
“Männer stecken Welpen in Säcke und schießen wahllos darauf oder sie lassen sie ersticken. Sie binden Hunden die Beine zusammen und knüppeln sie zu Tode”, so die Tierschützer. \”Hunderte von Hunden werden lebendig begraben.\”
\”Die unglaublichen Qualen müssen ein Ende haben\”, so PETA. \”Wenn die brutalen Entsorgungsmethoden von heimatlosen Hunden und Katzen den tierliebenden Türkeiurlaubern erst mal bekannt sind, werden sie ihren Urlaub dort nicht mehr unbeschwert genießen können\”, so Tierschützerin Carola Schmitt.
Der Krieg gegen die Hunde – er dürfte eigentlich gar nicht stattfinden. Denn die Türkei verabschiedete 2004 ein Tierschutzgesetz mit dem Ziel, Tiere vor Mißbrauch zu schützen. Sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert: Fangen, Kastrieren und Freilassen der streunenden Hunde.
Letzte Änderung: Donnerstag, 6. April. 2006, 08:58 Uhr
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