Berlin/München, 29.09.2011. Das Schreckgespenst unter den Krankheiten bei Katzen heißt „FIP“. Dieses Kürzel steht für Feline Infektiöse Peritonitis oder auch ansteckende Bauchfellentzündung der Katze.

Katzen infizieren sich bereits im Mutterleib oder aber später über Kot und Speichel von Artgenossen mit dem Virus. Selbst durch Kleidung und Schuhe können die Erreger weiter getragen werden. Die Erstinfektion ist zunächst harmlos. Nahezu jede vierte Katze hat im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal Kontakt mit diesem so genannten Coronavirus, doch zunächst ohne dadurch ernsthaft zu erkranken.

Gerät die Samtpfote jedoch in eine Stresssituation kann sich das Virus in seine bösartige Form verwandeln und die Katze erkrankt an FIP. Diese schlimme Form des Erregers kann dann aber nicht mehr an andere Katzen im Umfeld weiter gegeben werden.

Eine FIP-Erkrankung ist zu Beginn in ihrer Symptomatik nicht eindeutig. Das Tier hat hohes Fieber, das nicht auf die Gabe von Antibiotika anspricht. Die Katze ist matt und hat wenig Appetit. Es kommt bald zu Gewichtsverlust. Manchmal nimmt der Bauchumfang dabei trotzdem zu. „Das Schlimmste an der Erkrankung ist, dass FIP bis heute nicht heilbar ist. Die Tiere versterben innerhalb weniger Wochen oder müssen wegen ihres schlechten Zustandes eingeschläfert werden“, so Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V..

Sein Tier vor FIP sicher zu schützen, ist nahezu unmöglich. Dies liegt vor allem an der hohen Durchseuchungsrate (50-80 %) unserer Katzen mit dem eigentlich harmlosen Vorläufervirus und den mannigfaltigen Übertragungswegen. In gewissem Maße kann aber doch Vorsorge getroffen werden: In Mehrkatzenhaltungen sollten die Katzentoiletten täglich gesäubert werden. Futter- und Wasserschüsseln sind nach Benutzung einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Stress in jeglicher Form muss vermieden werden, um die Verwandlung des harmlosen Virus in den gefährlichen FIP-Erreger zu verhindern. Daher sollten auch nicht mehr als acht Katzen gemeinsam gehalten werden. Alles andere bedeutet für die Tiere Dauerstress. Es existiert auch ein Impfstoff gegen FIP. Sein Nutzen  ist jedoch höchst umstritten, da  er nicht sicher vor einer Infektion schützt.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und  Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

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