Während man sich in Österreich große Sorgen um den Fortbestand von Braunbären macht, werden in Slowenien Abschussgenehmigungen für 60  Tiere pro Jahr erteilt. In Österreich leben laut Angaben des WWF (World Wide Fund For Nature) gerade mal noch 2 der einstmals 34 Braunbären. Und diese beiden sind Männchen. Seit Anfang 2007 fehlt jegliche Spur eines Weibchens, um den Fortbestand zu sichern. Es gäbe zu viele Bären im Verhältnis zur Größe des Landes, meldet dagegen der Direktor des Naturschutzinstitutes in Bratislava.

2005 hatte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) den Braunbären zum „Wildtier des Jahres“ erklärt. Im Mai und Juni des Jahres 2006 zeigte sich dann erstmalig seit rund 170 Jahren wieder ein Braunbär in Deutschland: Bruno. Wochenlang wanderte er in der deutsch-österreichischen Grenzregion umher. Er riss einige Haustiere und war öfter in der Nähe menschlicher Siedlungen zu sehen. Daraufhin wurde das Tier zeitweilig zum Abschuss freigegeben, was jedoch auf Druck der Öffentlichkeit zunächst wieder zurückgezogen wurde. Die daraufhin erfolgten Versuche, den Bären lebend zu fangen, wurden nach drei erfolglosen Wochen eingestellt. Am 26. Juni wurde der Bär in der Nähe des Spitzingsees erschossen.

“Das Beispiel der Braunbären in Europa zeigt deutlich, dass ein übergeordnetes, länderübergreifendes Konzept zur Erhaltung bedrohter Tierarten notwendig wäre.â€?, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V.

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