Berlin/München, 17.04.2007. Alte Tiere bewegen sich weniger als junge. Dies hat zur Folge, dass die Krallen bzw. Hufe zwar weiter wachsen, jedoch im Verhältnis weniger abgenutzt werden. Daher müssen sie bei alten Tieren manuell gekürzt werden. Überlanges Horn kann bei Haustieren in die Ballen einwachsen und üble Entzündungen hervorrufen. Bei Pferden kommt es zu Abbrüchen am Hufschuh, Rissen oder Fehlstellungen.
Frau Dr. Tina Hölscher, Veterinärin der aktion tier e.V., erklärt, worauf bei Heimtieren zu achten ist: “Wenn Krallen zu lang sind, hört man ein klackendes Geräusch, wenn das Tier über Parkett oder Steinboden läuft. Am häufigsten jedoch ist die Daumenkralle zu lang, da sie keinen Kontakt zum Boden hat. Das hört man dann aber auch nicht, man kann es nur ertasten oder sehen. Kürzen kann der Besitzer theoretisch selber. Die Zange muss unbedingt scharf sein, damit das Horn nicht splittert, und man muss aufpassen, dass man nicht ins Leben schneidet. Wer sich nicht sicher ist, sollte aber lieber zum Tierarzt gehen. Denn zieht das Tier den Fuß im Moment des Schneidens weg, kann der gesamte Hornzapfen vom Zeh abgezogen werden.“
Fehlstellungen der Zehen oder nicht artgerechte Haltungsbedingungen mit wenig Auslauf führen besonders häufig bei Kaninchen und Meerschweinchen schon im jugendlichen Alter zu überlangen Krallen. Werden sie nicht geschnitten, können die Tiere die Pfoten nicht mehr normal aufsetzen. Es kommt zu massiven Haltungsschäden. aktion tier e.V. appelliert daher an Tierbesitzer, auch bei ihren Tieren auf die Fußpflege zu achten.
Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).
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