Rügen/Düsseldorf/München/Berlin, 14.07.2008. Im Forst von Mölln-Medow mitten auf der Ferieninsel Rügen plant ein Investor die Errichtung eines Affen- und Elefantenparks. Der Tierschutzverein aktion tier e.V. und seine Kooperationspartner, der Tierschutzverein Rügen/ Hiddensee e.V. und der Wildtierschutzverein animal public e.V. halten das Parkkonzept für tierschutzwidrig und wollen den Bau verhindern.

Geht es nach den Plänen des Investors sollen dort, wo früher Munition und Minen der NVA lagerten zukünftig dutzende Affen Touristen belustigen. Auf dem Rücken von Elefanten sollen die Besucher, so die Idee des Investors, durch die ehemalige Militärliegenschaft in Bergen auf Rügen reiten.

Judith Brettmeister von aktion tier e.V.- Geschäftsstelle München ist entsetzt über diese Pläne: „Elefanten und Affen sind Wildtiere, sie dauerhaft im direkten Kontakt zu Menschen zu halten ist nicht artgerecht und widerspricht den neusten Erkenntnissen der Tiergartenbiologie.“

Auch Christian Luckau, vom lokalen Tierschutzverein Rügen/Hiddensee e.V. ist gegen die Bebauungspläne. Neben der Tierschutzproblematik sieht er in dem direkten Kontakt zu den Tieren auch eine Gefahr für die Besucher. So können die Affen nicht nur für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen, sondern auch mit ihren Zähnen und Krallen Besuchern erhebliche Verletzungen zufügen. In Gibraltar, wo wild lebende Affen als Touristenattraktion gelten, mussten in einem einzigen Jahr 55 Personen ärztlich behandelt werden, nachdem sie von Affen gebissen wurden. Elefanten gelten sogar als die gefährlichsten Wildtiere in Menschenhand. Erst letzte Woche kam es in einem Zoo in Dänemark zu einem Angriff eines Elefanten auf ein Kind.

Laura Zimprich, Sprecherin von animal public e.V. hält das Projekt zudem für rechtlich bedenklich: „Gemäß EU-Zoorichtlinie und Landeszoogesetz muss die Haltung von Tieren den biologischen und den Erhaltungsbedürfnissen der jeweiligen Art Rechnung tragen, zudem müssen die Tiere artgemäß und verhaltensgerecht untergebracht werden. Dies bedeutet nach neusten tiergartenbiologischen Erkenntnissen bei Elefanten eine „Hands-off“ Haltung im Herdenverband, inklusive Bullenhaltung. Dann ist aber ein Reitbetrieb, wie geplant, nicht möglich.“

Die Tierschützer fordern daher von den Stadtvertretern der Stadt Bergen auf Rügen den Bau des Affen-und Elefantenparks zu stoppen.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:

Christian Luckau, TSV Rügen/Hiddensee e.V., Tel.: 03838-251126, Tierschutz-Ruegen@aol.com,
Laura Zimprich, animal public e.V., Tel.: 0211-56 949 730, Fax: 0211-56 949 732 info@animal-public.de www.animal-public.de,

Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 089–75969252 judith.brettmeister@aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.

Pressestelle

Kaiserdamm 97

14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

www.aktiontier.org

info@aktiontier-pressestelle.org

update 08.10.08

Tierschützer übergeben Unterschriften gegen Affenpark

Berlin/ München/Rügen, 08.10.2008. Anlässlich der Stadtvertreterversammlung in Bergen auf Rügen werden aktion tier e.V. und der Tierschutzverein Rügen/Hiddensee e. V. über 5000 Unterschriften gegen den geplanten Bau eines Affen- und Elefantenparks der Bürgermeisterin Frau Andrea Köster überreichen.

Im Forst von Mölln-Medow mitten auf der Ferieninsel Rügen plant ein Investor die Errichtung eines Affen- und Elefantenparks. Die Tierschutzorganisation aktion tier e.V. und seine Kooperationspartner, der Tierschutzverein Rügen/ Hiddensee e.V. und der Wildtierschutzverein animal public e.V. halten das Parkkonzept für tierschutzwidrig und wollen den Bau verhindern.

Bei einer Unterschriftenaktion auf der Ferieninsel gelang es den Tierschützern innerhalb von nur zwei Monaten über 5.000  Unterschriften zu sammeln. Einheimische wie Urlaubsgäste unterstützten die Aktion. Zahlreiche Ladenbesitzer legten Unterschriftenlisten aus. Für Judith Brettmeister von aktion tier e.V. ein großer Erfolg: „Wir haben sehr viel positiven Zuspruch und Unterstützung erhalten.“ Christian Luckau vom lokalen Tierschutzverein Rügen/Hiddensee e.V. schöpft daraus Hoffnung: „Das Signal ist deutlich. Einheimische wie Urlauber stehen dem Park kritisch gegenüber. Jetzt ist es an der Stadtvertreterversammlung ihren Entschluss noch einmal zu überdenken.“

Im Rahmen der Stadtvertreterversammlung am 08.10.2008 wird Christian Luckau die gesammelten Unterschriften der Bürgermeisterin Frau Köster überreichen.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 089 – 75 969 252 (Judith.Brettmeister@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

Pressestelle

Kaiserdamm 97

14057 Berlin

Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

www.aktiontier.org

info@aktiontier-pressestelle.org

update 26.02.10

Erfolg für Tierschutz: Affenpark auf Rügen wird nicht gebaut

Rügen, 26.02.2010.  Der geplante Affen- und Elefantenpark auf der Ferieninsel Rügen wird nicht gebaut. Die Tierschutzvereine aktion tier  – menschen für tiere e.V., Tierschutzverein Rügen/ Hiddensee e.V. und animal public e.V. begrüßen diesen Beschluss. Die Vereine hatten gemeinsam gegen den Bau gekämpft.

Wo früher Munition und Minen der NVA lagerten sollten nach den Plänen eines Investors zukünftig dutzende Affen Touristen belustigen. Auf dem Rücken von Elefanten sollten Besucher, so die Idee des Investors, durch die ehemalige Militärliegenschaft in Bergen auf Rügen reiten. Dieses Projekt ist jetzt gescheitert. Der Landkreis lehnte die Erteilung einer Zoo-Genehmigung für das Vorhaben ab.

Ein Erfolg für die Vereine aktion tier – menschen für tiere e.V., Tierschutzverein Rügen/ Hiddensee e.V. und animal public e.V. sie hatten gemeinsam gegen das Projekt mobil gemacht. Die Pläne des Investors, die einen direkten Kontakt zwischen den Wildtieren und den Besuchern vorsahen sind aus ihrer Sicht tierschutzwidrig. Auch hatten sich rechtliche Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit des Parkkonzepts mit der EU-Zoorichtlinie vorgebracht.

Der Investor hat jetzt die Möglichkeit einen neuen Antrag zu stellen, dies ist aber eher unwahrscheinlich, wie Andrea Köster, Bürgermeisterin der Kreisstadt, bei einer Stadtvertretersitzung mitteilte, fehlen ihm die finanziellen Mittel für das Projekt.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 089-32669810, Mobil 01577-4740316.

aktion tier – menschen für tiere e.V.

Pressestelle

Kaiserdamm 97

14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

www.aktiontier.org

info@aktiontier-pressestelle.org

Share