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Berlin, Düsseldorf 03.03.2009. Seit Anfang des Jahres bringt der französische Verlag Hachette mit Sitz in Paris alle 14 Tage die Kinderzeitschrift „Mini-Biester“ heraus. Derzeit befindet sich Heft Nr. 4 in deutschen Zeitungsläden, geplant sind insgesamt 15 Ausgaben. Jedem Heft liegt ein in einen Kunstharzblock eingegossenes echtes Tier aus dem Stamm der Gliederfüßer bei. „Wir sind darüber entsetzt, dass hier für jede Ausgabe Tausende Tiere wie beispielsweise Skorpione, Spinnen und Käfer sinnlos getötet und als Verkaufsgag missbraucht werden“, empört sich Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins animal public e.V..

Die wenigen fachlich fundierten Informationen zur Biologie und Lebensweise der jeweils thematisierten Tierart werden durch unpassende Begrifflichkeiten wie „Horror-Wespen“ und „Samtige Krabbeltiere“ verfälscht und verwässert. „Schon der Titel der Zeitschrift suggeriert, dass es sich bei den behandelten Lebewesen um Bestien und Ungeheuer handeln muss“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. „Statt objektiv und sachlich über die äußerst interessante Welt der Arthropoden zu berichten, werden die verschiedenen Tieren auf reißerische Art und Weise mit menschlichen Eigenschaften wie „aggressiv“ und „gefährlich“ belegt“, so die Biologin weiter. Schon bei den einfachsten Fachbegriffen wird geschlampt. So wirbt die Zeitschrift mit dem Slogan „entdecke die Welt der Insekten“, thematisiert in Ausgabe 1 und 3 dann jedoch Skorpione, die bekanntermaßen zur Klasse der Spinnentiere und nicht zu den Insekten gehören. Auch der Aufdruck „echte Spinnen, Käfer und Insekten“ schafft Verwirrung, zumal Käfer zur Klasse der Insekten gehören.

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Der Tier- oder Artenschutzgedanke kommt in der Heftreihe leider überhaupt nicht zum Tragen. Stattdessen findet man in Heft 4 den wenig kindgerechten Tipp „Töte nie eine Hornisse in Nestnähe – das von ihr ausgesendete Notsignal ruft ihr Volk zum Angriff“. Zusammen mit der seltsamen Behauptung, Hornissen seien „zum Kämpfen geboren“, wird hier unseren Kindern tatsächlich das Bild eines gefährlichen Ungeheuers vermittelt, welches sich in keinster Weise mit dem in Wirklichkeit völlig harmlosen Insekt deckt.

Auf der Homepage der Zeitschrift heißt es, die verwendeten Tiere seien auf Farmen speziell gezüchtet worden. Gezüchtet, um getötet und als Gimmick verarbeitet zu werden. Tiere sind kein Spielzeug – weder tot noch lebendig!

„Wer vorgibt, Kindern das Leben von Tieren näher bringen zu wollen und dann mit selbigen derart lebensverachtend umgeht, ist unglaubwürdig“, kritisiert Laura Zimprich von animal public.

aktion tier und sein Kooperationspartner animal public fordern den Verlag auf, die Vermarktung echter Tiere sofort einzustellen und auf Gliederfüßer aus Kunststoff zurück zu greifen.

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Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer, aktion tier – Geschäftsstelle Berlin, Tel.: 030-30103831 (berlin@aktiontier.org),

Laura Zimprich, animal public e.V., Tel.: 0211 – 56949730 (info@animal-public.de).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

Pressestelle

Kaiserdamm 97
14057 Berlin

Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

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