Bochum. Offenbar macht ein Tierquäler mit einem Luftgewehr gezielt Jagd auf Katzen. Die Tierhalter trauern bereits um „Fletcher” und „Campino”. Die Polizei nimmt Hinweise auf den unbekannten Schützen entgegen.
Offenbar macht ein Tierquäler mit einem Luftgewehr gezielt Jagd auf Katzen: Kurz hintereinander erreichten uns Berichte von Bürgern aus Wiemelhausen und Stiepel, deren Tiere nach einem Schusswaffen-Angriff verendeten bzw. eingeschläfert werden mussten. Eine tieftraurige Anwohnerin der Charlottenstraße rekonstruierte die letzten Stunden ihrer 18-jährigen „Fletcher”, die sie mit zwei Einschüssen draußen im Katzenhäuschen fand: Das Tier wurde in Leber und Wirbelsäule getroffen, wobei letzterer Treffer wohl eine Lähmung der Hinterbeine hervorrief. „Fletcher” muss sich dann nur mit den Vorderpfoten nach Hause geschleppt haben, denn ihre Krallen waren stark ramponiert. Die Attacke muss sich zwischen Mittwoch, 3. Februar, und Freitag, 6. Februar, abgespielt haben – die Besitzerin fürchtet, dass das Tier vor seinem Tod mehrere Tage lang Qualen gelitten hat. Sie schließt nicht aus, dass der unbekannte Schütze weitermacht und dabei nicht bei Katzen bleibt: „Das kann auch mit Kindern passieren.” Auch deswegen möchte sie den Fall öffentlich machen. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Schuldigen führen, setzt sie eine Belohnung von 500 Euro aus. Hinweise nehmen die Polizeiwache Unistraße ( 909-3521) und jede andere Polizeidienststelle entgegen.
An die Ordnungshüter könne sich auch Zeugen wenden, die den zweiten Vorfall beobachtet haben. Am Donnerstag, 5. Februar, wurde zwischen 17 und 19 Uhr der Anwohnern der Flaßkuhlstraße in Stiepel gehörende Kater „Campino” angeschossen, das Projektil zersplitterte dabei seinen Oberschenkelknochen. Auch dieses Tier schaffte es noch nach Hause, musste dann aber eingeschläfert werden. „Wir fragen uns, wie so etwas passieren kann und wer dazu fähig ist, auf ein hilfloses Tier zu schießen?” heißt es einem Schreiben der Tierbesitzer an die Nachbarschaft, das ebenfalls besorgt die dort lebenden Kinder erwähnt.
Für die Theorie, dass es sich um den- oder dieselben Täter handelt, sprechen die Tatsachen, dass Charlottenstraße und Flaßkuhlstraße nicht weit voneinander entfernt sind und die Angriffe vom Zeitfenster her zusammenpassen. bg
Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/sued/2009/2/12/news-110801811/detail.html




