Berlin/München, 06.05.2008. Die Urlaubszeit naht und die Bürokratie macht auch vor Vierbeinern nicht halt. Jeder Hund und jede Katze, die auf Auslandsreisen geht, benötigt heutzutage entweder eine Tätowierung im Ohr oder einen unter die Haut implantierten Mikrochip.

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., erläutert Vor- und Nachteile der verschiedenen Kennzeichnungsvarianten: „Die Tätowierung sollte nur in Narkose erfolgen. Sie erlaubt das Reisen nur noch bis Juni 2011, ab dann ist der Mikrochip Pflicht. Sie hat aber den Vorteil, dass man sie direkt ohne Geräte ablesen kann.“

Die Tätowierung macht somit vor allem für Katzenhalter Sinn, deren Lieblinge sich gerne mal an fremden Futternäpfen bedienen. Mittels der Tätowierung wird potentiellen Adoptiveltern schon beim ersten Hinschauen deutlich gemacht, dass der vermeintlich herrenlose Gast an der Futterstelle fürsorgliche Besitzer hat.

„Ab 2011 dürfen die Tiere nur noch mit Chip verreisen. Er wird ohne Betäubung unter die Haut gespritzt. Das ist keine große Sache. Zum Ablesen benötigt man ein Lesegerät. Das haben Tierärzte, Tierheime, Zöllner und Polizeidienststellen“, so Frau Dr. Hölscher zum Chip. Langfristig kommt der reisefreudige Tierhalter um die Chipimplantation also nicht herum.

„Jedes Jungtier, das heute gekennzeichnet wird, sollte daher gechippt werden. Bei Katzen kann man zusätzlich die Tätowierung erwägen“, fasst Frau Dr. Hölscher zusammen.

Für beide Verfahren liegen die Kosten bei etwa 25 €.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198

(tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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