Moosburg (ots) – Seit 7. November 2006 gilt in China die “Ein-Hund-Politik”: Hunde ohne Lizenz, ebenso Hunde über 35cm Schulterhöhe sowie “gefährliche” Rassen werden nun konfisziert und getötet. Seitdem die kommunale Regierung von Peking mit der auf zwei Monate angelegten scharfen Vorgehensweise gegen Hunde begonnen hat, wird die Animals Asia Foundation (AAF) von Kontakten verzweifelter Hundebesitzer in China überflutet. Sie berichten, dass Hunde erschlagen, erhängt, mit Elektroschock getötet oder sogar lebendig begraben werden.
Diese plötzliche Umsetzung der Vorgaben ist eine Reaktion auf den Anstieg von Tollwut im Land. Im Juli 2006 wurden 50.000 Hunde in der Region Mouding getötet. Die Provinz Yunnan folgte, nachdem dort drei Personen an Tollwut starben. Truppen zur Tötung von Hunden tauchten auch in Shanghai und Jinning, in der Provinz Shadong, auf, wo im August weitere Tausende von Hunden brutal getötet wurden.
Nach Berichten des Chinesischen Zentrums für Seuchenkontrolle und Vorbeugung ist die Zahl der an Tollwut gestorbenen Menschen in diesem Jahr dramatisch gestiegen. Das Gesundheitsministerium berichtet von landesweit 1.735 Tollwutsterbefällen in den ersten neun Monaten dieses Jahres, das sind 29 Prozent mehr als 2005. Dennoch gibt es in Peking seit 20 Jahren keinen Fall, in dem ein Mensch an Tollwut erkrankt wäre. Daher geht man davon aus, dass diese Tötungskampagne auch Teil eines Versuchs ist, Peking für die Olympiade im August 2008 zu säubern. Es gibt Anzeichen dafür, dass im Falle eines Erfolgs in Peking diese Maßnahme in allen Städten Chinas durchgeführt werden soll.
Dennoch haben sich solche Tötungskampagnen immer wieder als ineffektive Maßnahme bei der Populationskontrolle streunender Hunde und der Verhinderung von Tollwut erwiesen. Neue und innovative Lösungen bei solchen Problemen, wie z.B. das kosteneffektive “Fangen/Sterilisieren/Freilassen” oder Programme zur “Tiergeburtenkontrolle” werden weltweit eingesetzt, mit statistisch nachgewiesenem Erfolg.
Professor Zu, Professor für Epidemiologie an der An Huei Universität stimmt zu, dass “es viele effektive Maßnahmen zur Kontrolle und Vermeidung von Tollwut in China gibt, zum Beispiel das Fördern verantwortungsvoller Haltung, Massenimpfungen, Verbesserung der Qualität der Tollwutimpfstoffe in China und der Verzicht auf Haltung von Landtieren in städtischen Gebieten. Massentötungen bilden
eine scheinbar einfache Lösung zur Kontrolle von Tollwut, aber ihre Wirkungslosigkeit ist durch kollaborative Studien der WHO in vielen Ländern bewiesen.”
Dr. Francette Dusan, Expertin der WHO bei Seuchen, die vom Tier auf den Menschen überspringen, sieht eine wirkungsvolle Tollwutkontrolle in der Zusammenarbeit von Veterinär-, Humanmedizin
und zuständigen Behörden. “Bis heute wird dies in China nicht angemessen umgesetzt, statt dessen bestehen die Kontrollmaßnamen rein reaktiv im Töten von Hunden”, erklärte Dusan gegenüber Associated Press bereits im August 2006.
Über 70.000 Verletzungen durch Hundebisse wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2006 in Peking gemeldet und die Zahl steigt nach Angaben der Xinhua Nachrichtenagentur jedes Jahr um 10.000. Andere Städte Chinas zeigen ähnliche Trends, was auch daran liegt, dass zwar immer mehr Menschen Hunde als Begleittiere halten, dies Hunde aber nach wie vor, aufgrund der unrealistisch hohen Meldekosten, nicht registrieren und impfen lassen.
Veränderte Familienstrukturen wie kinderlose Ehepaare und eine wachsende Zahl älterer und allein lebender Menschen in China führen dazu, dass Hunde zunehmend als wichtige Familienmitglieder
betrachtet werden.
Jill Robinson, Gründerin und Vorstand von AFF: “Millionen von Hunde- und Katzenbesitzer in China haben eine enge Bindung an ihr Haustier. Die verzweifelten Botschaften, die wir erhalten, würden das
härteste Herz erweichen. Aber jeder dieser Briefe weist auch darauf hin, dass die Regierung unterstützt werden muss bei der Überwachung verantwortungsvoller, landesweiter Initiativen zur Anwendung
wissenschaftlicher Verfahren gegen Tollwut, verantwortlicher Haustierhaltung und öffentlicher Aufklärungsprogramme.”
Robinson appellierte an die Regierung, den hilfsbereiten Gruppen Gehör zu schenken und bietet konkrete Maßnahmen zur Unterstützung durch AAF an: “Die chinesische Regierung hat in der Vergangenheit bereits innovative und wirkungsvolle Maßnahmen zur Klärung scheinbar unlösbarer Probleme ergriffen – bitte weiten Sie nun diese Weitsicht und Ihr Mitgefühl aus und arbeiten Sie mit all denen in China zusammen, die aufrichtig ein harmonisches Zusammenleben von Menschen
und Tieren anstreben.”
Mehr Informationen unter www.animalsasia.de
ots Originaltext: AAF Animals Asia Foundation e.V.
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update
Moosburg (ots) – Die Animals Asia Foundation (AAF) hat an den Bürgermeister von Peking sowie den Leiter der Polizei in Peking eindringendes Gesuch, verbunden mit einem konkreten Vorschlag, gesandt. Die Bereitstellung artgerechter Maulkörbe für große Hunde soll eine kurzfristige Lösung für das wachsende Tollwutproblem in der Hauptstadt und eine Möglichkeit zur Rettung Tausender geliebter Haustiere ermöglichen. Der bekannte Verhaltensforscher Dr. Roger Mugford hat AAF seine Unterstützung bei der Finanzierung von 50.000 artgerechten Maulkörben zugesagt.
Die Stadtverwaltung von Peking hat bereits mit der Kampagne zur Ausrottung großer Hunderassen (über 35cm Schulterhöhe) begonnen, von der alle nicht registrierten Hunde sowie alle kleineren Hunde betroffen sind, die über das vorgegebene Ein-Hund-Pro-Familie-Maß hinausgehen. Personen, die sich nicht an die Verordnung halten, müssen mit einer Strafe von 5.000 Yuan rechnen, außerdem werden die Haustiere in Verwahrung genommen. Jill Robinson, Gründerin von AAF, sagte, dass diese Tiere mit großer Wahrscheinlichkeit getötet werden. Die angebotenen Maulkörbe würden die notwendige Zeit zur Vorbereitung nachhaltiger Lösungen wie die Einführung von Impfprogrammen, Kastration und verantwortlicher Haustierhaltung schaffen: “Wir appellieren an die Behörden von Peking, eine Amnestie für alle konfiszierten Hunde zu erlassen. Die Hunde könnten beim Aufenthalt im Freien die Maulkörbe tragen und in der Zwischenzeit kann die Regierung gemeinsam mit Tierschutzorganisationen und lokalen Einrichtungen Regelungenimplementieren, die den Hunden ein harmonischeres Zusammenleben in Chinas Gesellschaft ermöglichen.”
“Auf lange Sicht kommen die verantwortlichen chinesischen Behörden für Human- und Tiermedizin nicht um die Einführung eines obligatorischen Mikrochip-Identifizierungsprogramms sowie eines Impfprogramms herum. Das wiederum wird dazu führen, dass Hunde keinerlei Möglichkeit mehr zur Übertragung von Tollwut haben werden”,so Dr. Mugford. “Auch wenn für die Organisation dieser Programme einiges an Zeit benötigt wird, kann das Tragen von Maulkörben bereits innerhalb weniger Tage oder Woche geschehen, sobald die chinesischen Behörden eine Entscheidung getroffen haben.” Dies würde den Behörden zudem eine finanzielle und personelle Ersparnis ermöglichen, da der Aufwand für das Aufspüren bzw. Versorgen der Hunde in Heimen entfällt.
Angaben des chinesischen Gesundheitsministeriums zufolge gab es 2.254 Fälle von Tollwut bei Menschen in den ersten neun Monaten dieses Jahres, 29 Prozent mehr als im letzten Jahr innerhalb dieses Zeitraums. Jill Robinson sagte, die Zeitung China Daily habe kürzlich berichtet, dass nach Schätzungen eine Million Hunde in Peking existieren, 550.000 davon weder registriert noch geimpft. Dies mache die Auslöschung von Tollwut schwierig und langfristige Lösungen notwendig.
Die “Baskerville”-Maulkörbe, die Peking angeboten werden, bedecken die Front und die Seiten der Hundeschnauze, erlauben dem Hund aber, bei richtigem Sitz, das Hecheln und Trinken, was bei Aktivitäten und heißem Wetter überlebenswichtig ist.
Mehr Informationen dazu unter www.animalsasia.de
http://www.presseportal.ch/de/story.htx?nr=100520494&ressort=100000005





Oktober 13th, 2007 at 21:31
ich finde das richtig fieß wie mit tieren umgegangen wird http://www.petatv.com/tvpopup/video.asp?video=china_dog_cat_fur&Player=wm
hier ein schreckliches video.
dabei sind mir richtig die tränen gekommen.
schrecklich
Januar 15th, 2008 at 15:33
Man sollte über einen Boykott nachdenken.
März 27th, 2008 at 22:15
ich kann es nicht fassen. kein mensch der lebewesen liebt kann so etwas akzeptieren. tiere wie in unserer europärischen kultur kann so ein grausammes abschlachten der lebewesen akzeptieren.ich kann kaum noch schlafen wenn ich daran denke.Menchen sind MONSTER Nicht alleAber ich glaube chinesen sind monster( nicht alle frauen)
März 4th, 2009 at 13:08
@Comment von Brandt, Erika
hoffe du bist veganer !!!
sonst wären sie eine Heuchlerin…
Oktober 31st, 2009 at 20:28
Laut neuesten Studien (Universität Victoria, Neuseeland) verursacht ein Hunde einen größeren ökologischen Fussabdruck als ein SUV-Geländewagen. Kurz gesagt: “Hunde schädigen unser Klima mehr als so manches Auto”
China leistete damit, für alle hier zum Trost, einen wertvollen Betrag zur Reduktion der Treibhausgase! Angeblich sind dort die Strassen übersät von kollabierenden jungen und alten Hunden.
Oktober 14th, 2010 at 11:24
Tiere werden überall getötet.
Die Sache ist nur: Aus welchem Grund und wie sie getötet werden.
Ich denke, mit solchen Grausamkeiten haben viele Menschen,
insbesondere in den Ländern wie China, Spanien, Rumänien, ungarn usw.,
das Recht auf dieser Erde zu leben verspielt.
Ich müßte mal für nur einen Tag Gott spielen können, dann würde ich die ganzen Monster ausradieren.
Die müßten jedes Leiden, was die erzeugt haben, hundertmal durchleben.
Ein Dreckspack !!!
Oktober 14th, 2010 at 11:28
In China sind die Straßen nicht mit Hunden übersät, sondern mit menschlichen Monstern !!!