SOS! Unser Tierheim Canalba in den Abruzzen ist in den letzten Tagen Opfer einer Hochwasserkatastrophe geworden. Es wird jeder Pfennig dringend benötigt, es ist kein Futter mehr da, vieles ist unbrauchbar, alles andere von knöcheltiefem Schlamm bedeckt, die zuständigen Gemeinden reagieren nicht oder nur schleppend, die Hunde haben keinen trockenen Flecken, nichts zu fressen. Wir brauchen dringend Hilfe von allen Seiten.!!! barbara.meier@adoptiere.eu
www.adoptiere.eu

Hier kommt der Lagebericht (Montag, den 08. Oktober):

Der kleine Fluss, der neben dem Hundeheim Canalba entlang läuft, ist auf Grund der schweren Regenfälle der letzten Tage seit Samstag (06.10.) stark angeschwollen und flussabwärts vom Tierheim über die Ufer getreten. Die Ebene, in der das Canile liegt, ist daraufhin durch das zurückfließende Wasser komplett überschwemmt worden und glich in den letzten Tagen einem Meer. Das Canalba-Gelände selbst ist von einer knapp meterhohen Mauer umschlossen, in der sich aber Abflüsse befinden, um normalerweise den Regen auf die umliegenden Felder zu entwässern. Durch diese Mauerdurchbrüche ist die Flut dann von allen Seiten ins Heim hineingedrückt.

Charlotte stand mit Anna völlig allein vor dem Desaster, als es los ging. Sie haben erst versucht, die Mauerdurchbrüche mit Steinen zu schließen, die wurden aber durch den starken Druck sofort wieder weggerissen. Dann fiel Charlotte ein, dass in Norddeutschland die Deiche mit Sandsäcken gesichert werden. Daraufhin haben die beiden ALLEIN! die alten Futtersäcke mit dem Splitt gefüllt, der eigentlich zum Ausbessern des Untergrunds der Gehege geliefert worden war. Anschließend haben sie die provisorischen Sandsäcke mühsam vor die Löcher in der Mauer geschichtet. Das Wasser floss dann glücklicherweise nur noch spärlich in die Umfriedung und erreichte nicht den Wasserstand der umliegenden Felder. Die tiefer gelegenen Gehege standen trotzdem knietief unter Wasser, die höher gelegenen immerhin noch knöcheltief.

 

Kein Fleck des Geländes ist vom Hochwasser verschont geblieben, auch viele Gebäude sind voll Wasser gelaufen. Die Hunde haben Zuflucht auf den Hütten gesucht, in den Hütten selbst stand meist das Wasser. Da das Umspannwerk, das unweit des Tierheims liegt, ebenfalls von der Flut betroffen war, gab es bis heute (Montag) Nachmittag keinen Strom und somit kein Trinkwasser für die Tiere und um das Futter zuzubereiten.

Mittlerweile läuft die braune Brühe ab, ein Großteil von Canalba ist seit heute Nachmittag wieder wasserfrei. Zurück geblieben ist auf dem ganzen Gelände knöcheltiefer, zäher, nasser Schlamm, der alles bedeckt und vielfach auch in den Hütten der Hunde lagert. Viele Dinge sind dadurch unbrauchbar geworden, Futterschüsseln, draußen lagernde Besen, Schaufeln und anderes Material wurden mit dem abfließenden Wasser weggeschwemmt. Die Reinigungsarbeiten sind angelaufen, aber es wird lange dauern, bis Canalba wieder das ist, was es noch vor einer Woche war. Allein bis alle Hunde wieder einen trockenen Platz zum Schlafen finden, werden Tage vergehen.

 

Die traurigste Nachricht: Barbassone, der stille Riese von Canalba, der in einem der tiefgelegenen Gehege lebte, hat die Flut nicht überlebt. Er hatte – seit letzter Woche – zum ersten Mal in seinem Leben eine Anfrage und somit eine Chance auf ein neues Zuhause in Deutschland. Heute Morgen lag er tot im Wasser, jede Hilfe kam für ihn zu spät.

Alle anderen Hunde leiden zwar sehr unter der allgegenwärtigen Nässe, haben aber glücklicherweise überlebt, sogar die querschnittgelähmte Luna, die im tieferen Teil des Geländes lebte. Sie hat jetzt Unterschlupf bei unserer Tierärztin gefunden.

Der Schaden ist aber immens. Vieles wird in den nächsten Wochen erneuert werden müssen, damit die Hunde wieder vernünftig untergebracht werden können. Die Untergründe der Gehege (Dolomitsplit) müssen nach Abraum des Schlamms komplett wiederhergestellt werden, allein das wird mehrere 1.000,- EUR verschlingen. Hütten müssen erneuert, Podeste ausgetauscht, unbrauchbar gewordene Absperrungen neu gezogen, Unterspülungen ausbetoniert werden. Und vor allem:

ES WIRD DRINGEND FUTTER BENÖTIGT!

Zur Zeit ist durch den Wassereinbruch fast kein brauchbares Futter mehr im Heim, was die sowieso schon angespannte Lage der letzten Monate dramatisch verschlechtert. Dadurch, dass die Gemeinden schon seit mehr als einem halben Jahr kein Geld mehr gezahlt haben, gibt der Futtermittellieferant keinen Kredit mehr. Womit die Hunde in wenigen Tagen gefüttert werden sollen, ist den zuständigen Behörden offensichtlich ziemlich egal.

Dafür und für die Wiederherstellung des Heims brauchen wir dringend Spenden! Futterspenden selbst machen im Moment weniger Sinn, wir bekommen sie nicht schnell genug und in ausreichender Menge nach Italien. Langfristig helfen aber auch die. Geldspenden werden wir aber täglich gesammelt weiterleiten, jeder Pfennig hilft somit sofort. Bitte helft:

adopTiere e.V.
Kontonummer: 307861895
BLZ: 860 956 04
Volksbank Leipzig
IBAN: DE32860956040307861895
BIC: GENODEF1LVB

Verwendungszweck: Überschwemmung

Schon im Voraus im Namen von Charlotte, dem Canalbateam und allen Hunden: Danke an alle, die helfen!

Barbara Meier
adopTiere e.V.

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