Berlin/ München, 06.07.2010. Selten profitieren Tiere direkt von Wahlen. Diesmal ist es anders. Am Sonntag entschieden sich 61 % in Bayern an der Wahlurne für rigorosen Nichtraucherschutz.

„Ein Glückstag auch für die Tiere“, kommentiert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., das Wahlergebnis. Tiere sind dem Zigarettenrauch hilflos ausgeliefert. Raucht Herrchen oder Frauchen, haben sie keine Chance dem Qualm zu entrinnen. Wenigstens in der Öffentlichkeit können sie ab August tief durchschnaufen.

„Alle Tiere haben empfindliche Geruchsorgane. Sie leiden, wenn sie Zigarettenrauch ausgesetzt sind. Passivrauchen stört sie also mindestens in gleichem Maße wie nicht rauchende Menschen“, betont die Tierärztin.

Auch vor gesundheitlichen Schäden sind passiv rauchende Tiere nicht gefeit. „Werden verstorbene Tiere in der Pathologie seziert, kann man genau erkennen, ob der Tierbesitzer geraucht hat oder nicht“, so Frau Dr. Hölscher. Hunde, Katzen und Vögel von Rauchern werden in Tierarztpraxen häufiger mit Atemwegserkrankungen vorgestellt als Tiere von Nichtrauchern. Besonders ausschließlich in der Wohnung gehaltenen Katzen und Vögeln macht das Passivrauchen zu schaffen. Sie sind dem giftigen Rauch ohne Unterlass ausgesetzt. Ihnen hilft leider auch das neue Nichtrauchergesetz nicht. Hier kann man nur an die Halter appellieren, sich selbst und dem Tier zuliebe das Rauchen zu unterlassen.

Im Hofbräuhaus hingegen weht in Kürze ein frischer Wind. Den Rauhaardackeln unter den Stammtischen treibt jetzt allenfalls noch der verführerische Geruch von Schweinshaxn die Tränen in die Augen. Und der macht wenigstens nicht krank.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Tel.: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

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