Es war an einem Abend in der Adventszeit. Die Stadt erstrahlte im Glanz tausender Lichter und viele Menschen waren unterwegs, um noch die letzten Geschenke einzukaufen, denn morgen schon mußten alle Gaben unter dem geschmückten Tannenbaum liegen. Bei aller Freude auf das bevorstehende Weihnachtsfest achtete kein Mensch auf die hinkende Katze und den alten Hund an ihrer Seite, Wie es das Schicksal so wollte, hatten sich die beiden gerade in diesen Tagen kennengelernt, als sie hungrig und frierend von Imbißstand zu Imbißstand zogen und um Futter bettelten — aber es fiel nur selten ein Bissen nach unten. Es fing an zu schneien. Der Hund und die Katze gingen mit leerem Magen los, um sich eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. Sie waren schon sehr müde, als sie endlich einen Pappkarton fanden, in den sie völlig erschöpft hinein krochen. Sie schmiegten sich eng aneinander, damit sie die Kälte nicht so spürten.
Obwohl sie so müde waren, konnten sie nicht einschlafen. \"Nun ziehen wir schon einige Tage gemeinsam los, aber wir wissen noch, nicht einmal unsere Namen\", sagte der Hund. Also: \"Ich heiße Oskar.\" \"Und ich bin Molly\", stellte sich die alte Katze vor.
Es war sehr ruhig – man hörte nur das leise Weinen von Molly. Behutsam leckte ihr Oskar die Tränen vom Gesicht. \"Wau. was hast du, Molly?\" \"Miau, vor Jahren war ich einmal ein begehrtes Weihnachtsgeschenk. Als geschmückte Weihnachtsüberraschung für ein verwöhntes kleines Mädchen saß ich unter dem Tannenbaum. Aber die Freude war nur von kurzer Dauer. Ein paar Wochen nach Weihnachten flog ich auf die Straße.\" \"Wau, mir erging es ähnlich\", erinnerte sich Oskar. \"Ich war das umjubelte Weihnachtsgeschenk von zwei kleinen Jungen. Auch ich verbrachte eine schöne Zeit, bis man genug von mir hatte und mich sogar schlug. Da bin ich lieber abgehauen. Es ist so schön, daß ich dich kennengelernt habe, liebe Moily.\" Und Molly sagte: \"Oskar, du bist ein ganz prima Hund.\"
Sie sprachen es nicht aus, aber beide wußten, daß dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist. Oskar und Moily kuschelten sich in ihrem armseligen Pappkarton eng aneinander. Sie spürten die Kälte nicht mehr – wahrscheinlich deswegen, weil sie so glücklich waren, nicht mehr allein zu sein. Schon etwas schläfrig fragte Molly ihren Freund Oskar, ob auch in diesem Jahr wieder viele Tiere unter dem Weihnachtsbaum sitzen werden, \"Es wird sich auch in diesem Jahr nichts ändern und wieder werden viele Hunde und Katzen auf der Straße landen, ins Tierheim abgeschoben oder umgebracht\", antwortete Oskar. Molly antwortete nicht mehr – sie war fest eingeschlafen .Bevor Oskar die Augen zufielen, murmelte er noch: \"Molly, du bist mein schönstes Weihnachtsgeschenk.\"





Januar 6th, 2006 at 22:39
Zu euren Weihnachtsgeschichte…………
Ich hoffe das sich viele Eure Weihnachtsgeschichte durch gelesen haben und sie genau so zu Herzen genommen hat wie ich. Obwohl ich es super finde das es euch gibt (Tierheime) macht es mich trotzdem traurig mit anzusehen das ein Hund oder ein anderes Tier in solche Unterkünfte kommen müssen bloß weil es villeicht als welpe ein süßer kleiner Fratz war und als es älter wurde doch nicht meinen vorstellungen entsprach. Aber da gebe ich auch vielen Tierheimen die Schuld………… auch ich wollte einen Welpen ein sicheres und liebes zuhause;;;; doch bloß weil ich arbeite und für mein Unterhalt selber aufkommen muss hat an mir den Welpen nicht gegeben da ich ja nicht rund um die Uhr daheim wäre, das ist schwach. Ein Arbeitsloser hat meiner meinung genug probleme mit sich selbst und trotzdem wird Ihm da er daheim ist den ganzen Tag ein Tier anvertraut…….. Und aus solchen Gründen mache ich euch teils für das schicksal euren welpen verantwortlich. Da ich immer noch auf suche nach einem Hund bin werde ich nun eins beim Züchter kaufen den die fragen wenigstens nach arbeit.
mit freundlichen Grüssen
(adr nicht veröffentlichen)
Dezember 11th, 2006 at 20:01
Hallo
Eure Weihnachtsgeschichte hat mich mit genommen und mir kammen faste die Tränen doch diese Geschichte ist leider jedes Jahr war,wenn man nur etwas ändern könnte.
Ich selber habe eschon seit 5 Jahren ein kleines Kätzchen Namens Tigerli, es war allerdings kein Weihnachtsgeschenk. Ich würde sie niemals hergeben oder sogar, aussetzten!!!!!!!!!!!NIE!!!!!
Mit freundlichen Grüssen
Dezember 15th, 2008 at 09:59
Hallo,
die Geschichte hat mich sher berührt!! Bin durch eine Internetfreundin drauf aufmerksam gemacht worden und habe sie nun bei uns ins Forum gestellt. Hoffe das ist O.K.!??
Ansonsten bitte kurz bei mir melden.
Lieben herzlichen gruß, Marita
admin@maritas-katzenforum.de