Berlin/ München, 23.06.2010. Biergärten und öffentliche Wiesen sind prädisponiert für Liebesspiele unter Vierbeinern. Ehe man sich´s versieht, ist es passiert. Der liebeshungrige Rüde beglückt die willige Dame. Doch Vorsicht: Ist der Liebesakt bereits im Gange, dürfen die Besitzer den Rüden keinesfalls mit Gewalt vom Weibchen ziehen!

„Der Rüde hat im Gegensatz zu anderen Säugetieren einen Penisknochen“, erklärt aktion tier Tierärztin Dr. Tina Hölscher die Problematik. „Solange die Schwellkörper zudem noch blutgefüllt sind – also während oder kurz nach dem Deckakt – kann er sich aus der Hündin gar nicht zurückziehen und hängt in ihr fest.“ Wenn die Besitzer in diesem Moment versuchen, das Paar mit Gewalt zu trennen, kann dies zu schwersten Verletzungen sowohl des Rüden als auch der Hündin führen. Stehen die beiden schon Hinterteil an Hinterteil, ist es ohnehin für jedes Eingreifen zu spät. Da hilft nur noch abwarten. „Es kann bis zu einer halben Stunde dauern, eher der Rüde von dem Mädel loskommt“, so Frau Dr. Hölscher, aktion tier – Tierärztin.

Wurde aus Spaß Ernst, ist der Tierarzt nun der Ansprechpartner die Familienplanung betreffend. Er erörtert gemeinsam mit dem Tierhalter die Vor- und Nachteile eines Trächtigkeitsabbruchs oder des Austragens der Welpen unter Berücksichtigung aller Lebensumstände des Hundes.

Sicherste Vorsorgemaßnahme ist die Kastration. Sie wirkt unerwünschtem Nachwuchs und damit übervollen Tierheimen sehr zuverlässig entgegen.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, aktion tier e.V., Tel.: 0177-2451198, (tierarzt@aktiontier.org)

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