Berlin/München, 26.02.2008. Zeigt ihr Vierbeiner Fieber oder Schmerzen, sollten Tierhalter keinesfalls selber in den eigenen Arzneischrank greifen. Menschliche Medikamente haben bei Tieren oft fatale Auswirkungen.

„Paracetamol hat fast jeder zuhause. Schon eine Tablette kann bei Katzen schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen“, warnt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier eV..

Ein bis vier Stunden nach der Tablettengabe tritt Atemnot auf. Der Patient ermattet zusehends. Erbrechen und Durchfall verschlimmern das Geschehen. Das Herz fängt an zu rasen, die Gebeine werden kalt. Jetzt kann – wenn überhaupt – nur noch der Tierarzt helfen. Durch Maßnahmen wie Magenspülungen und die Gabe von Aktivkohle-Präparaten wird versucht, eine weitere Giftstoff-Aufnahme in den Körper zu verhindern. Außerdem verabreicht der Tierarzt ein Gegengift namens Acetylcystein. Doch auch mit Behandlung ist der Ausgang des Ganzen eher ungewiss. Ohne Therapie gegen die Vergiftung endet die Eigenbehandlung des Tierbesitzers meist tödlich.

„Bevor Tierhalter selber Medikamente anwenden, sollen sie also lieber gar nichts tun“, endet Frau Dr. Hölscher. Viel besser wäre es natürlich, in Erkrankungsfällen einen Tierarzt zu konsultieren.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198

(tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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