Berlin/München, 07.04.2006. Ostern steht vor der Tür, aber viele Verbraucher sind bzgl. des Ostereikaufes aufgrund der Vogelgrippe verunsichert. Seit dem 17. Februar gilt für ganz Deutschland ein Aufstallungsgebot, das heißt Geflügel wie Enten, Hühner und Gänse müssen in Ställen gehalten werden. Trotzdem dürfen Eier aus Freilandhaltung (der Stempel auf dem Ei beginnt mit der 1) bis Mitte Mai als solche verkauft werden. Dauert die Stallpflicht länger, müssen Eier aus Freilandhaltung zu Eiern aus Bodenhaltung umdeklariert werden (der Stempel auf dem Ei beginnt mit der 2).
Ganz anders verhält es sich mit Bio-Eiern (der Stempel auf dem Ei beginnt mit 0). Obwohl auch Biohühnern in Ställen gehalten werden müssen, dürfen deren gelegte Eier weiter als Bio- Eier gehandelt werden, da durch eine EU-Regelung für Bio–Legehennenhaltung weit mehr Voraussetzungen gegeben sein müssen, als nur Freilandhaltung.
Ostern werden viele Eier bereits gefärbt verkauft. Judith Schmalzl von der Tierschutzorganisation aktion tier – Menschen für Tiere e.V. in München warnt deshalb: „Durch die Einfärbung der Eier ist der obligatorische Eierstempel nicht mehr lesbar oder fehlt ganz. Dadurch ist die Herkunft der Eier nicht mehr nachprüfbar. Grundsätzlich sollten aus tierschützerischen Erwägungen nur Eier aus Ökohaltung oder Freilandhaltung gekauft werden. Wer unbedingt bereits gefärbte Eier kaufen will, sollte dies nur im Bioladen tun.“
Am besten man kauft ungefärbte Bio-Eier und färbt diese zuhause, das macht nicht nur den Kindern viel Spaß, sondern unterstützt auch den Tierschutz.
Wer ganz sicher gehen will, dass die gekauften ungefärbten Eier nicht aus einer Legebatterie stammen, der kann diese kostenfrei in der Geschäftsstelle der Tierschutzorganisation aktion tier e.V. in Berlin, durch die sogenannte UV-Test-Methode testen lassen: Mit einer speziellen UV-Lampe werden die Eier auf Gitterspuren untersucht, welche normalerweise nur bei der Käfighaltung auftreten. Bei dieser Haltungsform drücken sich die Fallgitter in die noch weiche Eierschale und verursachen kleine Verletzungen, die unter UV-Licht sichtbar werden. Das Testgerät steht Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Kaiserdamm 97 (Tel.: 030- 30 10 38 31) bereit.
Die Tierschutzorganisation aktion tier – Menschen für Tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Judith Schmalzl, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 089-75969252
(judithschmalzl@aktiontier.org)
aktion tier – Menschen für Tiere e.V.
Pressestelle
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