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DEUTSCHES TIERHILFSWERK e.V. kritisiert: Pferde und Bullen werden durch Schläge und Elektroschocks vor der Veranstaltung „wild“ gemacht!

München/Berlin, 03.05.2005. Zumindest aus dem Fernsehen kennt jeder das Rodeo, diese lärmige Jahrmarks-Veranstaltung, auf der wagemutige Männer versuchen, möglichst lange auf einem sich wie wild gebärdenden Pferd oder einem Bullen zu reiten. Derartige Wild-West-Spektakel sind für viele Kirmes-Besucher das Größte. Die wenigsten wissen jedoch, was sich hinter den Kulissen abspielt.

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Beim Rodeo werden keine Wildpferde zugeritten, sondern zahme Tiere mit fragwürdigen Tricks dazu gebracht, sich möglichst wild zu verhalten.

„Um die grundsätzlich friedfertigen Pferde in wild bockende Furien zu verwandeln, werden die Tiere regelmäßig vor den Veranstaltungen getriezt und gequält“, so Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk e.V. in München. „Kurz vor dem Einsatz in der Arena werden die Pferde einzeln in einen Bretterverschlag eingepfercht“, erklärt sie, „dann wird das Tier durch Reißen an Schweif und Mähne, Verdrehen des Schweifs, Schläge auf den Kopf und sogar Elektroschocks so lange gequält, bis es vor Schmerzen aggressiv und wild ist."

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Üblich ist außerdem der so genannte Flankengurt, der straff um das Hinterteil des Pferdes zugezogen wird und einen permanenten und schmerzhaften Druck auf die Flanken des Tieres ausübt. Selbst wenn der Reiter längst am Boden liegt, springt das Pferd ausschlagend weiter, um diesen Gurt abzuschütteln. Häufig kommt es hierbei zu schweren Verletzungen.

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Rodeoveranstaltungen finden vor allem in den USA, Kanada und Australien statt. Aber auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern wird dieses zweifelhafte Vergnügen immer beliebter. „Es ist beschämend, dass die in Deutschland stattfindenden Rodeos regelmäßig ein amtstierärztliches Unbedenklichkeitszeugnis erhalten“, moniert Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk München. „Rodeo steht für unnötige Schmerzen, Leiden und unter Umständen sogar dauerhafte Schäden bei Pferden, was nicht mit dem geltenden Tierschutzgesetz vereinbar ist“, so Judith Schmalzl weiter. Zum Schutz der Pferde fordert das Deutsche Tierhilfswerk ein generelles Verbot von Rodeoveranstaltungen in Deutschland.

Bildquelle: Deutsches Tierhilfswerk e.V. / U. Bauer

Das DEUTSCHE TIERHILFSWERK ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

 

Aktuelles Fotomaterial von einer Rodeoveranstaltung in Berlin können Sie honorarfrei anfordern unter: info@dthw-pressestelle.de

 

Weitere Informationen bei:
Judith Schmalzl, Geschäftsstelle München, Tel.: 089-35752-202 (Judithschmalzl@tierhilfswerk.de)

 

 

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