Liebe TierfreundInnen,
In der Reisebranche gilt es offenbar als besonders schick, Stierkämpfe als Reiseziel anzupreisen. Es ist jedoch ein Irrtum, wenn die Branche meint, dass Stierkampf eine Attraktion ist, um die Kasse aufzubessern. Viele Kunden werden durch solche Angebote abgeschreckt und ziehen Reiseveranstalter vor, die sich von Tierquälerei distanzieren
Im Folgenden berichten wir nicht nur von den schwarzen Schafen der Reisebranche, sondern auch von einem lobenswerten Beispiel.
Chef von Ryanair posiert als Torero
Michael O’Leary, Boss des Billigfliegers, ließ sich als Torero ablichten, als er neue Fluglinien nach Spanien bekannt gab. Bei einer Pressekonferenz in Madrid präsentierte sich der Ryanair-Boss in vollem Dress eines Stiertöters und verhöhnte damit die in den Arenen zu Tode gequälten Tiere. Irish Council Against Blood Sports zeigt auf seiner Homepage, wie O’Leary sich in lächerlicher Pose dem Publikum darstellt:
http://www.banbloodsports.com/ln-0705h.htm
Dort finden Sie auch Kontaktadressen für Proteste.
Ryanair wird mit der geschmacklosen Werbung zum Wiederholungstäter. Erinnern Sie sich bitte an unsere Kampagne, als das Ryanair-Magazin im letzten Jahr mit einem Artikel für den Besuch des Stierrennens in Pamplona warb:
http://www.stop-corrida.info/3.3.14.ryanair.htm
Reiseangebot für Sadisten
“Während der 8 Tage herrscht Ausnahmezustand in der Altstadt! Und Verrückte aus der ganzen Welt …kommen jedes Jahr wieder….Wer überlegt, einen Aufenthalt in dieser Zeit zu riskieren, sollte sich möglichst früh entscheiden. Die Reise beinhaltet Flug nach Bilbao, Transfer nach Pamplona ….und Stierkampf-Karten.” Diese Ankündigung des Reisebüros Bergmann-Reisen soll Reise- und Stierkampflustige zum Stierrennen und zur Corrida nach Pamplona locken. Weiß der Reiseveranstalter nicht, dass bei beiden Ereignissen Stiere einem ungeheuerlichen Stress ausgesetzt sind und in der Arena grausam zu Tode gequält werden?
Das Reiseangebot für Sadisten finden Sie bei:
http://www.bergmannreisen.de/html/frame.html
Schreiben Sie bitte an den Veranstalter: uwe@bergmannreisen.de
Iwanowski’s Stierkampf-Reisehandbuch Madrid & Umgebung
Der Reisebuchverlag Iwanowski weiß nicht, Kultur von Kulturschande zu unterscheiden und schreibt in seinem Reiseführer:
“Interessant ist auch der kulturelle Überblick von der Malerei über Presse und Kino bis hin zum Stierkampf.” Der Verlag sollte sich an dem französischen Reiseführer Guide Routard ein Beispiel nehmen, der Reisetipps für Stierkämpfe vermeidet.
Presseerklärung des Verlags:
http://openpr.de/news/139028/Neu-Iwanowski-s-Reisehandbuch-Madrid-Umgebung.html
Schreiben Sie bitte dem Verleger: info@iwanowski.de
Air Lingus nimmt Abstand von Stierkämpfen
Aufgrund von Protesten von Irish Council Against Blood Sports erklärte Air Lingus sein Bedauern darüber, dass in Werbe-Emails der Stierkampf als touristische Attraktion angepriesen wurde. Ein Sprecherin der Fluglinie erklärte im Auftrag der Geschäftsleitung von Air Lingus, dass bei künftigen Werbeaktionen Stierkämpfe nicht mehr vorkommen, und bedauerte, dass damit Kunden verärgert wurden.
Wenn Sie Air Lingus für seine Reaktion danken möchten, rufen bitte die Homepage auf
http://www.aerlingus.com/cgi-bin/obel01im1/bookonline/index.jsp
und klicken Sie nacheinander Hilfe/Help Inquiry/Other, um damit das Kontaktformular zu öffnen.
Quelle: http://www.banbloodsports.com/ln-0703o.htm
Das Beispiel von Air Lingus zeigt, dass die Reisebranche nicht auf die grausamen Spektakel in den Stierkampfarenen angewiesen ist, um Geschäfte zu machen. Die meisten Touristen reisen in den Süden, um dort Sonne zu tanken. Höchstens aus Neugier besuchen sie Stierkämpfe und verlassen schon vor dem traurigen Ende die Folterstätten. Nur wenige geben ihren perversen Gelüsten nach und lassen sich von den archaischen Zeremonien der Stiertöter, die über das Gemetzel an den Stieren hinwegtäuschen sollen, beeindrucken. Helfen Sie mit, in Ihrem Umkreis vor Stierkämpfen zu warnen!
Herzliche Grüsse aus Südfrankreich
Anke und Karl Daerner
www.stop-corrida.info




