Berlin/München, 22.07.2008. Auf Märkten in fernen Ländern wird allerhand feilgeboten. Das bunte Treiben lockt zum Kauf und für die Lieben daheim braucht man ohnehin noch ein Geschenk aus der Ferne. Doch Vorsicht – häufig sind die dargebotenen Waren mit Blut befleckt.

Manchmal ist es offensichtlich. Für die tote Schlange im Einmachglas oder den Papierkorb aus einem Elefantenfuß musste ein Tier sein Leben lassen. Doch oft erkennt man auf den ersten Blick auch nicht, woraus die netten Mitbringesel für zuhause hergestellt wurden: Aschenbecher mit scharfen Zähnchen bestückt, Schmuckkästchen mit bunten Muscheln und schnuckeligem Fell ausgekleidet. Auch derartige Urlaubsouvenirs werden aus Teilen von Tieren hergestellt. Es kommt noch dicker, denn häufig handelt es sich um Tiere geschützter Arten.

„Wie mit diesen Tieren bei Fang und Tötung umgegangen wird, sollte man sich besser nicht vorstellen“, so Frau Dr. Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., „oder vielleicht gerade doch!“, korrigiert sie sich selber energisch. Die Qualen der Opfer sind den Souvenirkäufern meist in keiner Weise bewusst.

Am Zoll zuhause kommt zudem das böse Erwachen. Der Grenzposten weiß Bescheid. Hier sollen Teile von Tieren importiert werden, die unter das Artenschutzabkommen fallen. Das ist verboten. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Der Urlauber muss Bußgeld zahlen. Das Reiseandenken wird beschlagnahmt. Außerdem wird spätestens jetzt die Erkenntnis wach, der Natur und dem Einzeltier geschadet zu haben.

Frau Dr. Hölscher mahnt deshalb: „Kaufen Sie keine Reiseandenken aus natürlichen Materialien und sammeln Sie nichts aus der freien Wildbahn!“ Es könne sich immer um eine ausstrebende Art handeln, so die Tierärztin. „Nur Fachleute können genau differenzieren, was geschützt ist, und was nicht“, führt Frau Dr. Hölscher aus. Genaue Auskünfte bei offenen Fragen in diesem Zusammenhang gibt das Bundesamt für Naturschutz in Bonn.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198

(tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

Pressestelle

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