München/Berlin, 20.04.2008. „Dino“ hat nach 23 Jahren des Leidens endlich Glück gehabt. Der Oldenburger Wallach kam nach Jahren der Schikanen und Quälerei nach Gut Kaltenberg, ein Pferdegnadenhof von aktion tier e.V. in Baden-Württemberg. Hier auf Gut Kaltenberg darf das ehemalige Springpferd den Rest seines Lebens genießen, ohne Arbeit, ohne Zwang, mit guter tierärztlicher Betreuung und mit Menschen, die ihn mögen, gut füttern und versorgen und ihm ein pferdegerechtes Altwerden ermöglichen.
Unglaublich ist, mit wie viel Fantasie und Energie, immer wieder neu Methoden der Tierquälerei ersonnen werden und Einzug halten in vielen Ställen von Pferdezüchtern, -trainern und – ausbildern:
- Damit das Pferd höher springt, wird in den Kronrand (Horn), das ist der Übergang vom Huf zum behaarten Teil des Beines, Ameisensäure injiziert. Diese verursacht eine starke und schmerzhafte Entzündung. Die Pferde werden über lange, flache Hindernisse geritten, damit der Huf an das Hindernis anschlägt. Das Pferd erleidet große Schmerzen und versucht deshalb beim nächsten Mal höher zu springen
- Die Röhrbeine werden mit Finalgonsalbe (eine durchblutungsfördernde Rheumasalbe) eingerieben und die Hindernisstangen mit kurzen Nägeln bestückt. Durch die von den Nägeln verursachten Verletzungen dringt dann das Finalgon in die offenen Wunden ein. Das Pferd wird wieder versuchen höher zu springen
- An steilen Sprüngen werden zwischen die Sprungständer durchsichtige Gummibänder gebunden. Beim Sprung werden sie von den Vorderbeinen gespannt und knallen dann dem Pferd unterm Bauch in Genitalien und Weichteile.
Marion Hawran, Leiterin des aktion tier – Pferdegnadenhofes Gut Kaltenberg: “Auch wenn es immer mehr Züchter, Trainer und Reiter gibt, die solche Ausbildungsmethoden am Tier ablehnen, werden diese immer noch vielfach angewandt. Dies gilt nicht nur für die Springreiterei, sondern auch für die anderen Pferdedisziplinen.”
„Dino“ könnte sicher noch ein paar perfide Trainingsmethoden hinzufügen, denen er ausgesetzt war, wenn er sprechen könnte. Aber sein Körper spricht eine eigene Sprache und wenn man ihn genau anschaut, sieht man die Spuren, die solche Methoden zwangsläufig hinterlassen. Denn bei Pferden wächst das Haar nach großen, sehr tiefen Wunden nur noch unpigmentiert, also weiß, nach. An den Röhrenbeinen hat „Dino“ solche weißen Stellen und auch am Widerrist von schlecht sitzenden Sätteln. Obwohl „Dino“ so unglaublich geschunden wurde, vertraut er immer noch den Menschen. „Dino“ ist ein absolut freundliches und friedliches Pferd.
Pferdesport könnte auch gesund sein und Spaß machen und zwar für Reiter und Pferd, wenn nicht vielfach der Erfolg und das Gewinnstreben in den Vordergrund gestellt werden, sondern ein fairer Umgang mit dem „Partner Pferd“
Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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März 23rd, 2009 at 09:38
ich finde das voll krass, aber ich finde das gut das sie ins Internet stellen das man auch mal sieht was es führ arschlöcher im pfede sport gibt!
was ich auch toll finde ist das sie dino ein neues gutes zuhause schenken führ den rest seines lebens
liebe grüsse larissa und ramona
Juni 7th, 2009 at 09:43
Ich finde eure Organisation gut weil ihr tieren helft die es nicht gut hatten.
Viel Glück