Berlin / München, 05.09.08. Das kleine Elefantenbaby Panya hatte nur ein bisschen seinen Pfleger mit dem Rüssel angestupst und schon hagelte es mit dem Elefantenhaken brutale Schläge auf den Kopf und Po. Verängstigt flüchtete das Elefantenbaby daraufhin aus dem Stall. Auslöser war ein aberwitziger Dressurakt, um den Willen des Tieres zu brechen. Panya sollte sich hinlegen und dann mit einem Brötchen belohnt werden. Das Jungtier verweigerte jedoch die Ausführung des Befehls und wollte sich das Brötchen so erschleichen.
„Mit brutaler Methode versuchte hier der Berliner Tierpfleger, den Willen des Elefanten zu brechen. Dies ist weder artgerecht, noch tierschutzgerecht. Es kann nur gehofft werden, dass dies ein Einzelfall ist und nicht eine übliche Methode der Erziehung. Zu befürchten ist aber, dass das Verhalten des Pflegers auf dem Nährboden überalterter und wohl üblicher Dressurmethoden gediehen ist“, führt Judith Brettmeister von aktion tier e.V. aus.
Elefanten sind und bleiben Wildtiere. Bei der konservativen Elefantendressur werden die Tiere so lange gequält, bis sie dem Tierpfleger gehorchen. Ungehorsam wird sofort mit Schlägen, mit dem spitzen Elefantenhaken geahndet – oft ein ganzes Elefantenleben lang.
Immer mehr Zoos stellen ihre Haltung daher auf eine so genannte Hands-off Haltung um. Dies bedeutet, dass die Tiere im Herdenverband frei zusammenleben, nicht angekettet werden und die Pfleger nicht in direkten Kontakt mit den Elefanten kommen.
Umso unverständlicher wird die überholte Elefantenhaltung im Tierpark Berlin Friedrichsfelde, wenn man weiß, dass dort für eine tierkonforme Umgestaltung, der Tierpark erstreckt sich auf 160 ha, ausreichend Platz vorhanden wäre.
Laura Zimprich von animal public e.V. fordert daher: „Wenn der Tierpark nicht in der Lage ist Elefanten so zu halten, dass körperliche Züchtigungen unnötig sind, dann muss er die Elefantenhaltung aufgeben.“
Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 089 – 75 969 252 (Judith.Brettmeister@aktiontier.org).
aktion tier – menschen für tiere e.V.
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September 8th, 2008 at 13:19
Diesem brutalen “Pfleger” sollte man seinen eigenen Elefantenhaken geben. Tiere zu brechen ist eine Sauerei, so etwas darf nicht vorkommen. Wenn schon Zoo, dann bitte so artgerecht wie möglich, ohne Qual oder Willenbrechen. So etwas ist doch möglich. Mit Liebe und Verständnis erreicht man viel mehr bei Tieren. Niemand hat das Recht, Tiere zu quälen oder deren Willen zu brechen. Elefantenhaken und Co. gehören abgeschafft. Der Tierpark Berlin sollte sich der Hans-Off-Haltung anschließen. Armer kleiner Babyelefant, so klein und schon das Vertrauen in den Menschen zerstört
September 8th, 2008 at 13:21
sorry, verschrieben: Hands-Off-Haltung. Hoffentlich sind die Leute vom Tierpark Berlin lernfähig. Damit die Tiere nicht mehr leiden müßen.
November 19th, 2008 at 17:56
ich schliesse mich an .. dem “Pfleger” auch mal eins mit dem haken drüberziehen.
Aber scheinbar schauen die leute sich das ja auch österreich nun ab.
Und im Übrigen .. sowas kann man nicht Pfleger nennen! Ein Tierpfleger ist für mich ein Mesch, der Tiere liebt, sie schützten will und halt pflegt.
Nicht sowas wie der!