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Berlin / Köln, 06.05.2013. Heute hat aktion tier seine große Aufklärungskampagne „OHREN OHNE! – Mikrochips statt Ohrmarken für Klauentiere“ vor dem Haupteingang des Kölner Doms gestartet. Mit dabei war Sandy Mölling, aktion tier- Botschafterin und ehemalige Sängerin der bekannten Popband „No Angels“. „Besonderes Aufsehen erregten unsere 4 lebensgroßen, mit Ohrmarken versehenen Tiermodelle“, erzählt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin. Außerdem wurde anhand von Plüschferkeln das Stechen der Ohrmarken demonstriert. Vielen Passanten war nicht bewusst, dass das Setzen der behördlich verordneten Plastikmarken ohne Betäubung erfolgt und die mit einem spitzen Metalldorn versehene Zange große Perforationslöcher in das Tierohr stanzt. Nähere Informationen sowie unseren Kampagnenflyer gab es am großen aktion tier- Stand und Sandy Möllig verteilte zusammen mit dem lebensgroßen aktion tier-Maskottchen „Pingi“ unsere kostenlosen „Chip-it“- Kampagnen-Ohrmarken.

Hintergrund unserer Kampagne: Alle Klauentiere, zu denen unter anderem Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe zählen, müssen innerhalb der EU mit Ohrmarken gekennzeichnet und bei der zuständigen Behörde gemeldet werden. Das Stechen der Ohrmarken darf von jedem Tierhalter selbst vorgenommen werden. Dieser muss keine entsprechende Sachkunde nachweisen. Vorschriften zu Hygiene und Desinfektion gibt es ebenfalls nicht. „Es spricht nichts gegen eine fälschungssichere Tierkennzeichnung, die Verwendung von Ohrmarken ist allerdings aus Sicht des Tierschutzes problematisch“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. So verursacht das Stechen der Marken den Tieren Schmerzen und es entstehen große Perforationslöcher in den Ohren. Außerdem können Blutgefäße verletzt werden, was zu starken Blutungen führt. Nach dem Anbringen der Ohrmarken können Entzündungen am Ohr auftreten. Auch reißen die Plastikmarken oft aus, was schmerzhafte, tiefe Wunden verursacht. Derart geschlitzte Ohren sind stark in ihrer Funktion eingeschränkt.

„Da mittels Mikrochip (auch Transponder) eine sichere Identifizierung und Rückverfolgung gewährleistet wäre, gibt es aus Tierschutzsicht keine Rechtfertigung mehr für die Ohrmarkenpflicht, die nur für Klauentiere gilt“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer. Niemand käme auf die Idee, unsere Pferde, Katzen und Hunde mit Ohrmarken zu verschandeln. Hier werden ganz selbstverständlich Mikrochips verwendet, welche zur Kennzeichnung von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen jedoch nicht erlaubt sind.

Mit der aktuellen Kampagne OHREN OHNE! möchte aktion tier erreichen, dass der Mikrochip als alternative Kennzeichnungsmethode zumindest zugelassen wird, damit die Halter von Rindern, Schweinen, Ziegen und Schafen in Zukunft die Möglichkeit haben, sich für diese tierfreundliche Methode zu entscheiden.

Weitere Informationen zu dieser Kampagne finden Sie auf unserer Homepage unter www.aktiontier.org. Hier können Sie unser Hintergrundvideo einsehen, den Kampagnenflyer und die Unterschriftenliste herunterladen sowie eine kostenlose „Chip-it“- Ohrmarke bestellen.

Fotolink: www.green-yellow.de/aktiontier/06052013.zip
Quelle: aktion tier e.V.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann. Vorstandsvorsitzender ist Holger Knieling.

Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer, aktion tier – Geschäftsstelle Berlin, Tel.: 030-30103831, mobil: 0178-4550868, Berlin@aktiontier.org;

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