München/Berlin, 29.04.2005. In den Frühjahrsmonaten ist es wieder soweit. Viele Tierfreunde entdecken vermeintlich allein gelassene Jungvögel. Doch Vorsicht ist geboten. Unverletzte Jungvögel sollten immer an Ort und Stelle gelassen werden.
Zumeist wird bei rufenden kleinen Vögeln vermutet, dass diese von den Elternvögeln verlassen worden seien. Diese Annahme ist in den meisten Fällen falsch. Die Jungtiere verlassen halbflügge oder flügge das Nest und sitzen dann auf dem Boden. Die noch nicht flugfähigen, aber häufig mit vollständigem Gefieder ausgestatteten Tiere werden von den Alttieren am Boden weitergefüttert. Diese jungen Vögel sollten auch nicht beobachtet werden, denn damit erreicht man genau das Gegenteil. Für die Elterntiere stellt die beobachtende Person eine Gefahr dar und sie kehren nicht mehr zu ihren Jungen zurück.
Nur in absoluten Notlagen, z.B. wenn ein Jungvogel auf einer Straße gelandet ist, darf das Tier mit großer Behutsamkeit umgesetzt werden.
Judith Schmalzl vom DEUTSCHEN TIERHILFSWERK e.V. in München weist darauf hin: „Grundsätzlich sollten nur verletzte, kranke und hilflose Vögel aufgenommen und in das nächste Tierheim oder in eine Wildtierauffangstation gebracht werden.“
Das DEUTSCHE TIERHILFSWERK ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Judith Schmalzl, Geschäftsstelle München, Tel.: 089-35752-202 (Judithschmalzl@tierhilfswerk.de),
DEUTSCHES TIERHILFSWERK E.V.
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August 25th, 2010 at 18:53
Uns ist eine junge Türkentaube zugeflogen.
Sie wurde von einer Krähe gejagt und hat sich wohl am Flügel etwas verletzt.
Sie kann kurze Strecken fliegen, sitzt aber am liebsten bei uns in der Nähe
auf dem Balkon oder im Garten und frisst Haferflocken.
Was sollen wir tun? Wo ist hier das nächste Tierheim?