Liebe TierfeundInnen,

Die Präsidentenwahl in Frankreich lässt nichts Gutes für die Stiere erwarten. Beide Kandidaten, sowohl Ségolène Royal als auch Nicolas Sarkosy, sind keine Gegner des Stierkampfs. Sarkosy ist sogar erklärter aficionado, wie Stierkampfanhänger im Milieu genannt werden, und Royal biederte sich in der ersten Runde beschämend den Stierquälern im Wahlkampf an. Beide werden sie als Präsident den Stierkampf als nationale kulturelle Tradition Frankreichs verteidigen, obwohl allen bekannt ist, dass diese Tierquälerei ein spanisches Importprodukt ist. Solange in Europa bei wichtigen politischen Beschüssen Einstimmigkeit die Regel ist, wird der französische Präsident oder die Präsidentin diese Unkultur nicht von außerhalb antasten lassen. Da die meisten französischen Politiker den Stierkampf  wie immer schon verteidigen, werden sich die Bedingungen für die Stierkampfgegner im Lande nicht besser. Der schlechte Ergebnis der grünen Kandidatin Dominique Voynet lässt sogar befürchten, dass bei der kommenden Wahl zur Nationalversammlung die einzigen politischen Verbündeten der Stierkampfopposition an Einfluss verlieren und vielleicht nicht überhaupt mehr im Parlament vertreten sein werden. Das Ergebnis der Abstimmung für die Schriftliche Erklärung im EU-Parlament zeigt jedoch, dass es eine nicht unerhebliche Unterstützung von Abgeordneten und TierfreundInnen aus Ländern gibt, die nicht dieser Barbarei frönen. Das lässt uns uns hoffen!

Schriftliche Erklärung 0002/2007 – Keines wegs ein Misserfolg

Ein Viertel der Abgeordneten des Parlaments der Europäischen Union erklärten, dass es in einem kultivierten Europa keinen Platz für den Stierkampf gibt. 206 der 785 EU-Abgeordneten unterstützten die schriftliche Erklärung zur Abschaffung des blutigen Spektakels, das in drei Ländern der EU veranstaltet wird. Trotz dieses massiven Votum gegen die Barbarei wurde die Erklärung leider nicht vom EU-Parlament angenommen, da die erforderliche absolute Mehrheit des Parlaments bis zum Auslaufen der Erklärung am 15.April 2007 leider nicht erreicht wurde.
Dazu lesen Sie bitte einen Kommentar: http://www.stop-corrida.info/3.3.20.eu_neu.htm

Daily Mail: Kindertoreros in mexikanischen Arenen

Kinder als Stier-Killer  sind die abscheuliche Attraktion in mexikanischen Stierkampfarenen. Rafita Mirabel, ein zehnjähriger spanischer Junge, wurde von seinen Eltern nach Übersee geschickt, weil in seinem Land Kindern das Töten von Stieren erst mit 16 Jahren erlaubt ist. Über diese unglaubliche Perversität berichtet Daily Mail:

http://www.dailymail.co.uk/pages/live/articles/news/news.html?in_article_id=449637&in_page_id=1770

Aer Lingus bedauert Werbung mit Stierkampf

Die irische Fluggesellschaft entschuldigt sich gegenüber Irish Council Against Blood Sports, in einer Werbeaktion mit Emails für den Stierkampf geworben zu haben. Die Fluglinie versprach, dass sie künftig diese Aktivität nicht mehr erwähnen wird.
Bericht siehe hier:  http://www.banbloodsports.com/ln-0703o.htm

Coca Ccola zieht Stierkampfszene aus Fernsehwerbung zurück

Die Firma Coca Cola zog eine Stierkampfszene auf einem laufende Fernsehspot zurück nachdem Irish Council Against Blood Sports dagegen protestiert hat. Für diese positive Reaktion die irische Tierschutzorganisation den Verantwortlichen.
Mehr darüber: http://www.banbloodsports.com/ln-0704d.htm

DaimlerChrysler sponsert Blutsport

Nicht nur wegen Chrysler droht Ärger beim Aktionärstreffen von DaimlerChrysler am heutigen Mitttwoch in Berlin: Mitglieder der Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg, die Initiative Anti-Corrida und die Gruppe Fight Against Animal Cruelty in Europe wollen die Aktionäre über das Sponsoring von angeblich tierquälerischen Aktivitäten aufklären. Die Chrysler-Tochter Dodge soll jährlich mindestens 6,6 Millionen Dollar für brutale Rodeos in Amerika spenden.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/460/108352/

Demonstration in der baskischen Stierkampfstadt Bayonne

Die französischen Stierkampfgegner rufen am 4. August 2007 zu einer großen Demonstration in der südfranzösischen Stadt Bayonne auf. Der Bürgermeister dieser Stadt ist Jean Grenet, seines Zeichens auch Vorsitzender des Stierkampf-Arbeitskreises der französischen Nationalversammlung.
Mit großer Beteiligung spanischer StierschützerInnen wird gerechnet. Der Demo wird sich ein festlicher Abend anschließen. Zur Übernachtung ist ein Campingplatz reserviert.
Treffpunkt: 14 Uhr Le Forum (in der Nähe der Arena)
Information: http://www.flac-anticorrida.org/allemand/LIENSD/cyberd.html#agenda

Herzliche Grüsse aus dem heißen Südfrankreich. Übrigens, verspricht der Sommer nicht nur klimatisch heiß zu werden.
Anke und Karl Daerner
www.stop-corrida.info

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