Berlin/ München, 19.03.2010. Seit Donnerstag fahndet die Feuerwehr in Mühlheim nach einer hochgiftigen Monokelkobra, die einem unerfahrenen jungen Mann aus dem Terrarium ausgebüxt ist. Der Schlangenhalter hatte das Tier erst am Wochenende auf der 37.Terraristika in Hamm erstanden. Die Kobra, die nur 30 cm lang ist und einen Durchmesser eines Bleistiftes hat, konnte aus dem nicht ausreichend gesicherten Terrarium entweichen.
Ursula Bauer von aktion tier in Berlin war auf der Hammer Exotenbörse und warnte noch am Montag davor, dass derart giftige Tiere in unerfahrenen Händen grundsätzlich auch eine Gefahr für die Gesamtbevölkerung sind. Eine Monokelkobra kann, auch wenn sie sehr klein ist, mit einem einzigen Biss einen Menschen töten.
Im Februar startete aktion tier e.V. die Aufklärungskampagne mit dem Titel „Wildtiere gehören nicht ins Wohnzimmer – artgerecht ist nur die Freiheit“. „Da Handel, Transport, Vermarktung und Haltung dieser Tiere kaum kontrolliert werden kann fordert aktion tier seit langem ein Verbot der Privathaltung von gefährlichen Exoten“, sagt Judith Brettmeister von aktion tier in München.
Die Tierschützer beobachten die stetige Zunahme von Hobbyhaltern sehr gefährlicher Wildtiere. „Dabei gefährden sie nicht nur sich, sondern auch andere“, kritisiert Judith Brettmeister und führt weiter aus, „ der vorliegende Fall zeigt wieder einmal wie dringend notwendig es wäre, dass der Gesetzgeber endlich handelt“.
aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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