Berlin/ München, 31.03.2010. Die aktuelle Kampagne „Exoten gehören nicht ins Wohnzimmer“ von aktion tier und animal public veranlasste eine Familie, in der aktion tier Geschäftsstelle München den Verkauf von zwei Vogelspinnen an ihren 13jährigen Sohn anzuzeigen.
Am 21.3.2010 machte sich der Dreizehnjährige selbstständig auf den Weg zur Mexotik einer Exotenmesse und Reptilienbörse in der Nähe des Ostbahnhofes. Ohne Wissen der Eltern erwarb der Jugendliche dort von zwei verschiedenen Züchtern zwei Vogelspinnen - eine Brachypelma boehmei und eine Brachypelma emilia – und das obwohl in der Börsenordnung unter Punkt 7 aufgeführt ist: „Tiere dürfen an Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16.Lebensjahr nur im Beisein eines der Erziehungsberechtigten abgegeben werden“.
Für den Vater des Jugendlichen, der selbst schon Vogelspinnen aus tierquälerischer Haltung aufgenommen hat, ist der Verkauf der beiden Spinnen an seinen Sohn nicht nachvollziehbar. Exoten haben spezielle Bedürfnisse und sind keineswegs für die Haltung im Kinderzimmer geeignet. Reichlich Fachwissen ist notwendig, um Wildtiere in Gefangenschaft überhaupt am Leben zu erhalten. Häufige Haltungsfehler wie falsche Klimabedingungen, Fütterung oder Vergesellschaftung kosteten bereits vielen Wildtieren das Leben.
aktion tier verurteilt aufs Schärfste das Verhalten der beiden Züchter und wird die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen. Elfriede Ishak von der aktion tier – Geschäftsstelle münchen ist sichtlich empört: „ Der Fall zeigt deutlich, dass diesen Züchtern die Börsenordnung und das Wohlergehen der Tiere völlig egal sind, hier stehen ausschließlich finanzielle Interessen im Vordergrund.“
aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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Elfriede Ishak, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel: 089/3266-9810 (muenchen@aktiontier.org).
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