Berlin/München, 14.03.2012 Zunächst unscheinbar, dann aber doch verhängnisvoll – so lassen sich die Folgen einer Bissverletzung durch Marder beschreiben.
„Dieses Jahr scheint es besonders viele Kämpfe zu geben“, skizziert Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., die jüngste Entwicklung. Den Tierhaltern fällt im ersten Moment nur eine Schramme oder eine kleine Blutkruste an ihrem Liebling auf. Entdeckt wird die Läsion in aller Regel nach einem nächtlichen Streifzug durch die Gemeinde. Meist befindet sich der Defekt im Kopf-, Hals- oder Nackenbereich, der bevorzugten Angriffsstelle des Marders. Bei genauerer Untersuchung lässt sich dann einerseits Biss und auf der gegenüberliegenden Seite der sogenannte Gegenbiss identifizieren. Innerhalb weniger Tage entwickelt sich diese anfänglich kaum wahrnehmbare Verletzung zu einer bösen Entzündung, die unbehandelt bedrohlich werden kann.

„Dies liegt vor allem an der Mundhöhlen Flora der Wildtiere“, erklärt die Tierärztin. „Mit dem Eindringen des Zahnes unter die Haut werden Bakterien aus dem Mardermaul in die Katzenhaut verbracht, die sich dort eifrig vermehren und für eine satte Entzündung in kurzer Zeit sorgen“, führt sie aus. Unbehandelt entwickelt sich dort dann ein Abszess, im schlechtesten Fall kommt es zu einer Blutvergiftung.
„Derartige Blessuren erfordern eine gewissenhafte Wundreinigung und meist leider auch eine antibiotische Versorgung“, beschreibt die Tierärztin die Behandlungstechnik. Einer zügigen Genesung steht nach dieser Verfahrensweise dann nichts mehr im Wege.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und  Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

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