Berlin/ München, 14.04.2010. Während die Region Katalonien mit dem Parlament in Barcelona derzeit darüber berät, den Stierkampf zu verbieten, verkündete die Region Madrid unter der konservativen Präsidentschaft von Esperanza Aguirre genau das Gegenteil. Die bekennende Stierkampf-Freundin hat nun ihre Ankündigung in die Tat umgesetzt und die Corrida de Toros als Kulturerbe eingestuft. Die Madrilenen haben nun ein Jahr Zeit sich dazu zu äußern, bevor die Erklärung zum offiziellen Gesetz wird.
Wird diese Ankündigung tatsächlich als Dekret in Kraft treten, bedeutet das vor allem ein Maulkorb für alle Tierschützer. Stierkampfgegner dürfen ihre Meinung nicht mehr frei äußern, d.h. wer das blutige Massakrieren von Stieren anprangert, kann mit Bußgeldern belegt werden. Der Stierkampf erhält besonderen Schutzstatus. Zudem können Kulturgüter öffentlich gefördert werden.
Judith Brettmeister von der aktion tier – Geschäftstelle München glaubt: „Hier geht es wohl auch um eine Machtdemonstration der Madrider Lokalmatadorin gegenüber Katalonien, der wirtschaftsstärksten Region in Spanien.“
aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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April 19th, 2010 at 15:37
Entsetzlich! Ein Schritt zurück ins Mittelalter. Wie kann man eine so grausame Art Tiere zu töten, als Kulturerbe einstufen? Hat Senora Auqirre kein Herz? Ich kann nur hoffen, dass die Madrilenen mehr Herz besitzen und sich gegen die Kulturerbevorstellung wehren. Ich kann so etwas nicht nach vollziehen. Das ist Tiermassaker und kein Kulturerbe.