DEUTSCHES TIERHILFSWERK warnt vor dem Kauf von kupierten Hunden im Ausland

Berlin, 08.12.2005. Seit 1987 ist es in Deutschland verboten Hundeohren zu amputieren, 1998 kam dann endlich auch das Kupierverbot für die Ruten hinzu. Leider sind immer noch kupierte Dobermänner, Rottweiler, Boxer usw. in unserem Straßenbild zu sehen. Dies ist auf die oft voreingenommene Meinung vieler Rassehundeliebhaber zurückzuführen, die nur einen kupierten Rassehund als reinrassig ansehen. Diese Praxis geht auf Kosten der Hunde. Denn das Kupieren führt dazu, dass die Hunde ihrer wichtigsten Kommunikationsmittel (Ohren und Rute) beraubt werden, was durch die beschlossenen Gesetze eigentlich verhindert werden soll.

Um die Gesetze zu umgehen, werden viele Hunde aber entweder direkt im Ausland bei dubiosen Züchtern gekauft (dort herrscht kein Kupierverbot) oder sie werden kurz nach der Geburt von ihren deutschen Züchtern ins Ausland verkauft, um dann wiederum kupiert nach Deutschland eingeführt zu werden.

Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. stellte am vergangenen Freitag fest, dass der Privatsender RTL mit einem an Ohren und Rute kupierten Dobermann für die kommende Staffel der Abendserie „nikola“ warb. Gegen diese Darstellung protestiert das Deutsche Tierhilfswerk e.V. aufs Energischste, nicht zuletzt weil es sich bei der Hauptdarstellerin der Serie, Mariele Millowitsch, um eine ausgebildete Tierärztin handelt bei der man die nötige Sachkenntnis der Problematik voraussetzen sollte. Durch eine mediale Präsenz manifestiert sich in der Öffentlichkeit das Bild von kupierten Rassehunden erneut und verhindert so die Akzeptanz der unkupierten Hunde.

Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. warnt vor dem Kauf von kupierten Rassehunden im Ausland und fordert die Medien auf, wenn überhaupt, mit unkupierten Hunden zu werben.

 

Das DEUTSCHE TIERHILFSWERK ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

 

Weitere Informationen bei:

John F. Pyka, Regionalpartnerbetreuer des DTHW, Tel.: 05254-935773 (Mobil: 0172-9281527).

 

DEUTSCHES TIERHILFSWERK e.V.

Pressestelle

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Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

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