Berlin/München, 25.01.2007. Bei den sogenannten „headshakern“ unter den Pferden ging man lange von einer Verhaltensstörung aus. Die betroffenen Tiere bewegen den Kopf heftig schüttelnd auf und ab, ohne dass der Reiter etwas dagegen unternehmen kann. Die Anfälle können von kurzen Pausen unterbrochen sein oder gar Minuten andauern, so dass ein Reiten des Tieres unmöglich wird.

In letzter Zeit mehren sich jedoch Stimmen renommierter Pferdefachtierärzte, dass es sich um eine mit Schmerzen einhergehende Erkrankung der Nerven handeln könnte. Um Klarheit zu schaffen, plant die Tierärztliche Hochschule Hannover umfangreiche Studien zu diesem Thema.

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier e.V., begrüßt dieses Forschungsvorhaben: “Es ist wichtig, eine Verhaltensstörung von einer physischen Erkrankung abzugrenzen. Sowohl hinsichtlich der Therapie als auch im Bezug auf die Starterlaubnis bei Wettkämpfen. Körperlich kranke Tiere dürfen auf Turnieren nicht eingesetzt werden. Inwieweit headshaker tatsächlich leiden, ist bisher völlig unklar.“

Die Pferdeklinik Hannover will nun Ursache, Schweregrad der Erkrankung und mögliche Therapieansätze untersuchen. Betroffene Pferdebesitzer können sich über ihren Haustierarzt an die Tierärztliche Hochschule wenden und so an der Klärung der offenen Fragen mitwirken.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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