Berlin/München, 24.05.2007. Struppiges Fell, vermehrter Appetit und dabei Gewichtsabnahme sowie gelegentliche Durchfälle deuten beim Tier auf einen Wurmbefall hin. Erwischen kann es nahezu jeden Vierbeiner. Selbst reine Wohnungskatzen können sich indirekt anstecken. Für Pferde kann Wurmbefall gar tödlich enden. Bei ihnen verursachen die Darmparasiten Koliken mit teilweise dramatischem Verlauf. Einige Wurmarten sind auch auf den Menschen übertragbar, wie zum Beispiel der gefürchtete Fuchsbandwurm.

Negative Kotproben sind dabei kein Beweis für eine Wurmfreiheit. Die Parasiten und die von ihnen produzierten Eier werden vom Körper intermittierend, also mit Unterbrechungen, ausgeschieden.

Zum Schutz von Mensch und Tier sollten Tierhalter ihre Haustiere daher regelmäßig entwurmen. Wurmtabletten helfen jedoch nur bei einem tatsächlichen Befall. Sie haben keinerlei vorbeugende Wirkung wie etwa Impfungen und müssen daher immer wieder angewendet werden. Dazu Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V.: „Wie häufig entwurmt werden sollte, hängt vor allem von der Haltungsform ab. Wenn jemand mehrere Tiere betreut, sollte etwa jedes Vierteljahr entwurmt werden. Auch in Haushalten mit Kleinkindern müssen häufiger Parasitenbehandlungen der Tiere erfolgen. Bei reinen Wohnungskatzen genügt eine Wurmbehandlung pro Jahr, wenn das Tier sonst keine Krankheitsanzeichen zeigt.“

Im Gegensatz zu früher ist die Wurmbehandlung heutzutage einfach. Es gibt sowohl Tabletten mit Leckerligeschmack als auch Präparate, die man auf die Haut träufeln kann, wenn die Tabletteneingabe schwierig ist. Eine einmalige Verabreichung reicht, um alle gängigen Wurmarten abzutöten. Somit sind Mensch und Tier auf der sicheren Seite.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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