Berlin/ München, 20.04.09. Katzen sind neugierige Zeitgenossen, die jeden Schlupfwinkel erkunden wollen. Dies kann durchaus gefährlich werden, zum Beispiel, wenn sie durch Fenster oder Türen, die danach geschlossen werden, in Garagen oder Kellern gelangen und dort unbemerkt verweilen.

Erhält die so eingesperrte Katze über mehrere Tage kein Wasser, wird es für das Tier lebensbedrohlich. Denn gerade Wasser ist für alle Lebewesen ein wichtiges Element im Stoffwechsel. Es ist Trägerstoff für lebensnotwendige Elemente und Giftstoffe, die über die Nieren ausgeschieden werden müssen. Flüssigkeitsmangel erkennt man an Mattheit, eingefallenen Augen, trockener Maulschleimhaut und verminderte Hautelastizität (aufziehen einer Hautfalte, die dann „stehen“ bleibt). Letztendlich werden bei massiver Austrocknung die Organe versagen.

Daniel Prengel, Tierarzt von der aktion tier – tierrettung münchen, der bei seinen tierischen Einsätzen immer wieder mit Katzen konfrontiert wird, die in Kellern oder Garagen versehentlich eingesperrt worden waren, empfiehlt deshalb allen Tierbesitzern: „Achten Sie bitte bei derartigen Räumlichkeiten auf ungewöhnliche Geräusche oder Uringeruch. Finden Sie eine stark abgemagerte und ausgetrocknete Katze, so päppeln Sie diese nur in Rücksprache mit einem Tierarzt wieder auf oder geben sie in professionelle Hände im örtlichen Tierheim. Unkontrollierte Fütterung kann nämlich zum so genannten Refeeding Syndrom führen, welches zu Muskelzittern, Krämpfen und Herzversagen führt.“

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel.: 089 – 75 969 252 (Judith.Brettmeister@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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