Berlin/München, 09.07.2010. Das Grauen kommt plötzlich und ohne jede Vorankündigung: Das Kaninchen liegt auf einmal leblos im Käfig. Der Besitzer ist fassungslos und hat keinen Schimmer, was seinem Tier passiert ist.
Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., warnt eindringlich: „Kleine Heimtiere und unter diesen besonders Kaninchen sind extrem Hitzeschlag gefährdet. Schon bei Temperaturen um die 25° C können diese Tierarten Schwierigkeiten bekommen. Bei derzeit 30° C und darüber wird es richtig kritisch. Sie fallen einfach um und sind tot.“
Bei Hitzewellen sollten diese Tiere vorsichtshalber an den kühlsten Ort der Wohnung verbracht werden. Das kann vorübergehend auch ein Keller- oder Hobbyraum sein. Balkone und Terrassen sind bei derzeit herrschenden klimatischen Bedingungen keinesfalls ein geeigneter Stellplatz für Käfige. In kaltem Wasser getränkte und ausgewundene Handtücher über dem Käfig können der Kühlung dienen. Sie senken die Innentemperatur in der Heimtierbehausung. Auch am Käfigrand deponierte Kühlakkus können zum Einsatz kommen. Frisches Wasser ist natürlich ohnehin ein Muss.
Trifft ein Tierbesitzer ein Kaninchen noch lebend aber bereits in Seitenlage an, muss er sofort für Abkühlung in Form von kalten Umschlägen sorgen. Transporte zum Tierarzt sollten nur in dringenden Notfällen und klimatisierten Autos erfolgen.
Bei Einhaltung aller Vorsichtsmassnahmen überstehen dann auch Kaninchen den Supersommer.
aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Tel.: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).
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