Das „Delmenhorster Kreisblatt“ hat heute (07.07.05) über die neue Eierkennzeichnung berichtet. In diesem Zusammenhang hat die Zeitung einen Batteriebetreiber Interview. „Käfighaltung ist weder tierquälerisch noch mit irgendwelchen gesundheitlichen Risiken für Tier und Verbraucher verbunden“ O-Ton von dem Geflügelzüchter.
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Körnerfutter ist ohne Zusätze“
Auch Kleinsterzeuger müssen stempeln
Delmenhorst (khm). „Unser Körnerfutter ist ohne irgendwelche Zusätze. Wir halten unsere Legehennen seit 40 Jahren in Käfigen und es gab nie gesundheitliche Probleme“, kontert Thomas Kranz vom Schierbroker Hühnerhof Brüntjen Aussagen, die das Deutsche Tierhilfswerk zur Einführung der Eierstempelpflicht auch auf Wochenmärkten gegen die Käfighaltung geltend gemacht hat (das dk berichtete). Die erste Zahl auf dem Stempel verrät nun auch auf Wochenmärkten die Herkunft. Die „0“ steht für ökologische Erzeugung, die „1“ für Freilandhaltung, die „2“ für Bodenhaltung, die „3“ für Käfighaltung.
Die Kunden seien am letzten Samstag durch die Berichte in den Medien stark verunsichert gewesen. Käfighaltung ist weder tierquälerisch noch mit irgendwelchen gesundheitlichen Risiken für Tier und Verbraucher verbunden, meint Kranz. „Raten Sie mal, warum Krankenhäuser und Altersheime nur Eier aus Käfighaltung kaufen. Nur da ist beste Hygiene gegeben“, sagt der Eierproduzent und Halter von 8000 Legehennen.
Thomas Kranz sieht die Eier seines Betriebes zu Unrecht in ein schlechtes Licht gerückt. Die gesundheitlichen Gefahren durch Boden- und Freilandhaltung seien viel größer. Bei der Käfighaltung sei beispielsweise die Kot-Entsorgung kein Problem. Seine Hühner könnten nicht in eigenem Kot stochern.
Die Kontrollen in Deutschland seien härter als in den übrigen EU-Staaten. Dies sei einerseits absolut richtig, um die schwarzen Schafe der Branche zu erwischen. Andererseits sei der Wettbewerbsnachteil für die deutschen Erzeuger so beträchtlich, dass man kaum noch mit den aus dem Ausland importierten Eiern preislich konkurrieren könne.
Acht Mal sei sein Betrieb unangekündigt kontrolliert worden, von der Bezirksregierung, vom Veterinäramt in Wildeshausen und unabhängigen Kontrolleuren, sagt Kranz. Dabei wurden Eier, Futter, Kot auf Rückstände untersucht. „Bei uns wurde nie etwas gefunden“, ist Kranz stolz auf seine 10 Jahre alte Anlage in Schierbrok. „Die Kontrollen sind richtig“, lobt Kranz das Künast-Verfahren.
Wenig Verständnis hat Kranz dagegen für Angebote von nicht gestempelten Eiern. Selbst Kleinsterzeuger mit bis zu 50 Legehennen müssten nun den Nachweis antreten. Dies sieht auch die Stadt so. Stadtsprecher Timo Frers kündigte gestern jedenfalls unverzügliche Kontrollen an
Ausgabe vom Donnerstag, 07. Juli 2005
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